ESAF 2013 in Burgdorf eine Erfolgsgeschichte

Wenn sich am 1. und 2. März 2014 die Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbands in Bern zur ordentlichen Jahresversammlung treffen, werden sie erneut in Erinnerungen an das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2013 Burgdorf im Emmental schwelgen. An der Versammlung präsentiert werden ein Festrückblick sowie der offizielle Schlussbericht. Der Schlussbericht macht es deutlich: Das ESAF 2013 war in jeder Hinsicht ein Erfolg.

Schon nach der provisorischen Festabrechnung Mitte Dezember 2013 war klar: Das ESAF 2013 war auch finanziell ein Erfolg. Der Trägerverein hatte noch im vergangenen Jahr entschieden, pro geleistete Helferstunde CHF 12.– auszubezahlen. Das sind CHF 4.– mehr als ursprünglich geplant. Somit erhalten diejenigen Personen eine Belohnung, die massgeblich zur reibungslosen Durchführung des Fests beigetragen haben. Nun liegt die definitive Festabrechnung vor, die das positive Ergebnis bestätigt. Nach Auszahlung sämtlicher Helferstunden verbleibt ein Gewinn von 501'827.13 Franken. Dieser fliesst nun gemäss Statuten in den Trägerverein ESAF 2013 und somit wieder zurück in den Schwingsport und zu den Hornussern. 

Erfolgsfaktor Wetter
Das positive Ergebnis ist nicht selbstverständlich und beruht auf einer gewissenhaften Budgetplanung, grosser Kostendisziplin und insbesondere auf dem Wetterglück, das dem ESAF 2013 beschieden war. Dank der warmen und trockenen Bedingungen war der Konsum der Besucherinnen und Besucher hoch. Nicht nur Bier mit 230'000 Litern, sondern auch Most/Apfelsaft (40'000 Liter), Mineralwasser (80'000 Liter) und Süssgetränke (total 95'000 Liter) fanden reissenden Absatz. Ausserdem wurden 65'000 Kaffees, 25'000 Schwingerkaffees (Kaffee mit Schnaps) sowie 18'000 Flaschen Wein abgesetzt.

An den jeweils sechs Grill- und Kolportageständen des ESAF 2013 sowie an den weiteren Verpflegungsmöglichkeiten im Gelände wurden unter anderem insgesamt 45 000 Würste, jeweils ein Tonne Schweinsnierstück, Beinschinken und Schweinsbraten sowie vier Tonnen Ruchbrot konsumiert. 

Mehr Besucher als erwartet
Die Besucheranzahl während der drei Festtage lag über den Erwartungen des OK ESAF 2013: Bereits am Freitag, 30. August 2013, strömten 80'000 Besucherinnen und Besucher auf das Festgelände. Am Samstag, 31. August 2013, besuchten sogar 120 000 und am Sonntag, 1. September 2013, 100'000 Personen das Fest.

Um den Besuchenden eine rechtzeitige Ankunft und eine rasche Heimreise zu ermöglichen, kamen insgesamt 75 Extrazüge der SBB/BLS sowie 346 Extraleistungen (Verstärkung von Regelzügen) zum Einsatz. Allein am Festsonntag standen zwischen 17.00 und 21.00 Uhr 35'000 Sitzplätze ab Burgdorf zur Verfügung. Vom Bahnhof Burgdorf und von den knapp 10'000 belegten Parkplätzen aus konnte das Festgelände mit 38 im Einsatz stehenden Shuttlebussen erreicht werden.

Keine nennenswerten Zwischenfälle
Erfreulicherweise ging das Fest ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne. Am häufigsten mussten sich die total 101 Samariterinnen und Samariter um Patienten mit Insektenstichen, insbesondere Wespenstichen, kümmern.

Massnahmen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit griffen
Für vorbildliche Massnahmen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit wurde das ESAF 2013 jüngst mit dem ecosport.ch-Award ausgezeichnet, der von Swiss Olympic und den Bundesämtern für Sport, Umwelt, Raumentwicklung und Energie vergeben wird.

Mit dem Ziel, den ökologischen Fussabdruck des Fests möglichst klein zu halten, hat das ESAF 2013 diverse Massnahmen im Bereich Nachhaltigkeit umgesetzt. So wurde der gesamte Stromverbrauch auf dem Festgelände durch Ökostrom, namentlich durch Strom aus Wasserkraft des Ökostromlabels «naturemade star», abgedeckt. Ausserdem setzte das OK ESAF 2013 temporäre Trafostationen anstelle von Dieselgeneratoren ein, wodurch 74'000 Liter Diesel eingespart werden konnten. Die für den Aufbau des Festgeländes verwendeten 600 m³ Holzschnitzel waren unbehandelt und wurden nach der Veranstaltung an Gärtnereien in der Region abgegeben. Die Bereitstellung der Felder und Wiesen für das 70 Hektaren umfassende Festgelände (ohne Hornussergelände, ohne Parkplätze) erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten und einer Schätzungskommission.

Auch im Bereich Mobilität ergriff das OK ESAF 2013 Massnahmen, um den Besucherinnen und Besuchern eine möglichst schadstoffarme An- und Abreise zu ermöglichen. Jedes der 52'013 Arena-Tickets beinhaltete ein Bahnbillett, mit welchem der Inhaber oder die Inhaberin in der 2. Klasse von jedem Wohnort in der Schweiz nach Burgdorf und zurück reisen konnte.

Während der drei Festtage standen insgesamt 250 Helferinnen und Helfer für die Entsorgung der gut 130 Tonnen Abfall im Einsatz. Davon konnten gegen 44,5 Tonnen rezykliert werden, was einer Recyclingquote von über 34% entspricht (0,43 Kilo pro Festbesucher). 

Nachhaltigkeitsbericht mit Wertschöpfungsrechnung folgt
Gegen Ende März 2014 erscheint der Nachhaltigkeitsbericht des ESAF 2013. Darin werden insbesondere der Umweltschutz, das gesellschaftlich-soziale Engagement des Organisationskomitees und die ökonomische Nachhaltigkeit des Fests näher beleuchtet. So haben die insgesamt 300'000 Besucherinnen und Besucher in der Region Burgdorf für 47'000 kommerzielle Logiernächte gesorgt, dazu kommen 38'000 Logiernächte in den angrenzenden Kantonen (inklusive der Stadt Bern). Die durch die Veranstaltung entstandene Wertschöpfung und die damit zusammenhängenden Beschäftigungseffekte für die regionale und nationale Volkswirtschaft werden nach Analyse der Festabrechnung ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht dargestellt. 

Beeindruckende Zahlen
Das OK Burgdorf 2013 veröffentlichte gleichzeitig auch beeindruckende Kennzahlen vom Grossanlass. Diese sind natürlich auch ersichtlich im beigefügten PDF: Kennzahlen ESAF 2013.

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