ESAF Fokus (Teil 15): Vorschau BKSV

In 7 Tagen wird in Burgdorf das ESAF-Festgelände eröffnet. Das führende Fachportal vom Schwingsport, SCHLUSSGANG.CH, wird ab dem 5. August täglich an den Wochentagen in einer Serie auf den Saisonhöhepunkt einstimmen. Heute: Teil 15.
Kilian Wenger (oben) und Simon Anderegg haben sich im heurigen Saisonverlauf besonders hervorgehoben im Berner Team.

In der heimischen Emmental-Arena treten die Berner als die grossen Favoriten zum Eidgenössischen Schwingfest 2013 an. Sie haben das Toptrio auf den Königstitel in ihren Reihen, sie sind an der Spitze am dichtesten besetzt und sie haben den nicht zu unterschätzenden Vorteil, zuhause antreten zu können. Angesichts jener Punkte, ist ein Berner König der logische Festausgang.

Ein Trio ragt heraus 
Das Trio Kilian Wenger, Matthias Sempach und Christian Stucki startet als Topfavoriten-Dreigespann in Burgdorf. Kilian Wenger hat sich heuer, erstmals befreit von Verletzungen, eindrücklich und rechtzeitig zurückgemeldet. In Schwarzsee gewann er sein erstes Bergfest und am eigenen Teilverbandsfest drückte er ebenfalls den Stemepl auf. Matthias Sempach war nicht mehr derart überlegen wie 2102, vier Kranzfestsiege darunter der Prestigeträchtige Triumph auf dem Brünig sind ein guter Leistungsausweis. Christian Stucki gewann die Rigi - verletzte sich dabei am Fuss und hat seither keinen Wettkampf mehr bestritten. Hält sich der Seeländer in den letzten Wochen bewusst in Deckung?

Viele in Lauerstellung
Sollten alle drei Trümpfe nicht stechen, gibt es eine ganze Reihe von weiteren Bernern Schwinger, die in die Bresche springen könnten. Der exellente Kurzzüger Matthias Siegenthaler, die beiden Oberländer Simon Anderegg und Matthias Glarner oder der Emmentaler Thomas Sempach sind beim Festausgang fest einzuplanen. Der Mittelländer Willy Graber wird nach dem Rücktritt von Hanspeter Pellet wohl in die Rolle des Publikumslieblings wandern. Die beiden erfahrenen Thomas Zaugg und Christian Dick sowie die Nicht-Eidgenossen Florian Gnägi und Bernhard Kämpf sind ebenfalls für einen Spitzenplatz gut.

Gabenchef hebt den Mahnfinger
Hinzu kommen noch zahlreiche Talente, die sich im bisherigen Saisonverlauf hervorgedrängt haben. Niklaus Zenger, Simon Jampen oder Ruedi Roschi etwa, dessen Start aber noch in den Sternen steht nach einer Kieferverletzung, zugezogen im Training. Der Gabenchef am ESAF in Burgdorf und Schwingerkönig von 1992 in Olten, Silvio Rüfenacht, mahnt die Berner vor Überheblichkeit: "Als Favorit antreten zu müssen, ist nicht ungefährlich. Der Druck vor dem Fest wächst täglich, die anderen vier Teilverbände können unbeschwerter antreten."

Berner Marken:
Königskandidaten: Kilian Wenger, Matthias Sempach, Christian Stucki, Simon Anderegg.
Kranzkandidaten: Christian Dick, Matthias Glarner, Florian Gnägi, Willy Graber, Bernhard Kämpf, Hanspeter Luginbühl, Thomas Sempach, Matthias Siegenthaler, Beat Wampfler, Thomas Zaugg, Niklaus Zenger.
Potenzial für Sensation: Matthias Aeschbacher, Christian Gerber, Damian Gehrig, Simon Jampen, Jonas Lengacher, Philipp Reusser, Beat Salzmann, Patrick Schenk, Adrian Schenkel, Ruedi Roschi.

Die Serie "ESAF Fokus" wird am Montag, 26. August, mit Teil 16 (ESAF-Historie 1895 bis 1958) fortgesetzt. Mehr Informationen rund um das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2013 gibt es auch im Dossier ESAF auf dem SCHWINGER-App sowie unter www.schlussgang.ch.

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