Gastgeber rüstet sich für kleines Eidgenössisches

Marco Fankhauser und Joel Wicki wollen beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag siegen. Die beiden geniessen beim Entlebucher Schwingerverband optimale Voraussetzungen.

Sieben Sieger an Eidgenössischen Nachwuchsschwingertagen wurden an den bisherigen Anlässen 2006 in Interlaken und 2009 in Le Mouret ermittelt. Noch setzte sich bisher kein Schwinger eines organisierenden Klubs durch. Dies will der Entlebucher Schwingerverband am 26. August bei der dritten Austragung vom ENST in Hasle-Entlebuch ändern. Die Chancen präsentieren sich derzeit sehr gut. In allen drei Jahrgängen (1995, 1996 und 1997) verfügen die Entlebucher über potienzielle Siegesanwärter.

Dritter Fankhauser-Anlauf
Besondere Aufmerksamkeit zieht Marco Fankhauser auf sich. Der Sennenschwinger mit Jahrgang 1996 hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Seriensieger gemacht. Bereits hat er die magische Grenze von 100 Festsiegen bei Jungschwingern überschritten. Er ist schon der dritte Schwinger seiner Familie, der versucht, den Sieg am ENST zu ergattern. Erich (Jahrgang 1990, Rang 6) und Reto (1994, Rang 3) klassierten sich bei ihren Anlässen zwar an der Spitze, verfehlten aber den Tagessieg. Im dritten Anlauf soll es nun zum ersten Fankhauser-Sieg reichen. «Marco hat den ENST-Sieg klar zum Ziel gesetzt. Für sein Alter ist er mental sehr stark und hat eine grossartige Wettkampfübersicht. Natürlich profitiert er nun auch von den Tipps unserer Aktiven wie des Eidgenossen Ueli Banz», sagt Franz Murpf, Jungschwingerbetreuer im Entlebucher Schwingerverband.
Sollte es mit dem Fankhauser-Sieg auch im dritten Anlauf nicht klappen, haben die Entlebucher ein weiteres heisses Eisen: Joel Wicki. Der Sörenberger mit Jahrgang 1997 hat sich im Schatten der Fankhauser-Gebrüder zu einem beständigen Spitzen-Nachwuchsschwinger entwickelt. Auch über Wicki weiss Murpf nur lobende Worte zu berichten: «Er hat in den letzten zwei Jahren eine sehr gute athletische Entwicklung durchgemacht. Auch er hat den Sieg in Hasle als klares Ziel deklariert. Sein Nachwuchstraining ergänzt er neu auch mit dem Training bei der Entlebucher Nichtkranzer-Gruppe.

Schwingerboom im Entlebuch
Sowieso verfügen die Entlebucher derzeit über ein Reservoir an Nachwuchstalenten, von denen viele Klubs in der Schweiz nur träumen. 36 Burschen beteiligten sich dabei am Schnuppertag 2011. «Der Schwingsport ist bei uns sehr gut verwurzelt», sagt Murpf. Probleme entstehen durch die grosse Zahl der Jungschwinger einzig in der Trainingsgestaltung. «Wir mussten die Trainings der jüngsten Jahrgänge in zwei Gruppen aufteilen, weil sonst die Kapazität nicht mehr gereicht hätte.»

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