Heisst der neue Obmann am Ende Markus Lauener?

Auf die AV 2014 endet die kurze Obmann-Amtszeit von Mario John, der seit März das Amt des vorzeitig zurückgetretenen Ernst Schläpfer übernommen hat. Der Verzicht von AV-Präsident Daniel von Euw rüttelt nun die Hierarchie im Schwingerverband durcheinander.

An der AV 2008 hat Daniel von Euw mit der Absicht 2014 Obmann zu werden, das Amt als AV-Präsident angenommen. Er trat die Nachfolge von Ernst Schläpfer an. In der Zwischenzeit hat sich aber die berufliche Situation von von Euw verändert, wodurch er sich nicht in der Lage sieht, das Amt als Obmann vollständig ausführen zu können. Definitiv wurde dies mit der Verzichtserklärung am vergangenen Montag.

Verschiedene Szenarien
Mit diesem verständlichen Verzicht drängt Daniel von Euw vor allem den Innerschweizer Schwingerverband in die Verantwortlichkeit. Gemäss Turnus haben die Innerschweizer das Recht, einen Obmann zu stellen. Gemäss Paul Vogel wird in den nächsten Wochen innerhalb des Vorstandes über Kandidaten diskutiert. Interessante Kandidaten gäbe es durchaus. Was passiert aber, wenn die Innerschweizer verzichten? Drei mögliche Szenarien stellt der SCHLUSSGANG nachfolgend auf:

Szenario 1, ISV-Obmann: Die Innerschweiz findet einen geeigneten Kandidaten und dieser wird 2014 auch gewählt. In diesem Falle würde der Berner Kantonalverband den neuen Präsidenten der Abgeordnetenversammlung (Nachfolger von Daniel von Euw) stellen. Für diese Position scheint derzeit der derzeitige Berner Kantonalpräsident Markus Lauener vorgesehen.

Szenario 2, BKSV-Obmann: Die Innerschweiz findet keinen Kandidaten und verzichtet offiziell auf das Obmann-Amt. In diesem Fall könnten die Berner und die Innerschweizer ihre Rollen tauschen. Die Berner würden direkt einen Obmann stellen (Lauener?), während das Amt des AV-Präsidenten nochmals von einem Innerschweizer, der dann 2020 den Obmann-Posten übernehmen würde, ausgeübt wird.

Szenario 3, NOSV-Obmann: Ebenfalls ein mögliches Szenario wäre die Weiterverpflichtung von Mario John. Ob die anderen Teilverbände aber eine 12-jährige Nordostschweizer Präsidentenschaft akzeptieren, bleibt abzuwarten. Zudem hat Mario John schon mehrmals deutlich betont, dass für ihn 2014 Schluss sei.

Szenario 1 oder 2
Ein Szenario 3 erscheint derzeit sehr unwahrscheinlich. Für die beiden anderen Szenarien hängt vieles davon ab, ob die Innerschweizer einen geeigneten Kandidaten finden.

Mehr zum Verzicht von Daniel von Euw und Stimmen aus der Schwingerszene folgen in der SCHLUSSGANG-Ausgabe vom November.

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