Keine Schwingfeste bis Ende April

Der Bundesrat hat heute Nachmittag über das weitere Vorgehen betreffend dem Coronavirus informiert. Die Massnahmen treffen auch den Schwingsport hart.
Der Coronavirus trifft den Wettkampfbetrieb der Schwinger schwer. (Foto: adobestock.com)

Es war ein grosses Warten, denn statt um 14.00 Uhr informierte der Bundesrat heute Nachmittag erst um 15.30 Uhr über weitere Massnahmen betreffend dem Coronavirus.

Veranstaltungsverbot verlängert und verschärft
Aus schwingerischer Sicht interessierte vor allem das Veranstaltungsverbot, welches aktuell (bis 15. März) Anlässe über 1000 Personen verboten hatte. Dieses wurde vom Bundesrat verlängert, und dies gleich bis Ende April! In der Mitteilung heisst es unter anderem: "Öffentliche Veranstaltungen mit 100 oder mehr Personen sind verboten. Die Kantone können Ausnahmen gewähren, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse beseht. In diesem Fall müssen verschiedene Massnahmen zum Schutz der Teilnehmenden ergriffen werden, insbesondere von besonders gefährdeten Personen (Risikogruppe). Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmende müssen dieselben Schutzmassnahmen vorsehen. Damit ist eine einheitliche Praxis in den Kantonen sichergestellt. Diese Massnahme gilt auch für Freizeitbetriebe wie Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete."

Schwingfeste betroffen
Natürlich betroffen von diesen Massnahmen sind auch Schwingfeste. Es ist kaum zu umgehen, dass sämtliche Schwingfeste ab heute bis Ende April abgesagt werden müssen. Dies betrifft rund 40 Schwingfeste, die bis jetzt noch nicht abgesagt wurden. Wie es nach April weitergeht, ist im Moment nicht abzuschätzen. Sicherlich werden auch im Mai noch Anlässe von Massnahmen betroffen sein, ob in dieser Zeit gar Kranzfeste abgesagt werden müssen, kann man im Moment aber noch nicht abschätzen.

Im Gegensatz zum Kanton Tessin, wo der Notstand ausgerufen wurde und selbst Sporttrainings nicht mehr erlaubt sind, dürfte es vorerst in der Deutschschweiz möglich sein Schwingtrainings durchzuführen.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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