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Kilchberger: Interview OK-Präsident Peter Hoff

Peter Hoff ist zum dritten und letzten Mal OK-Präsident des Kilchberger-Schwingets. Im Interview mit dem SCHLUSSGANG gibt er Auskunft über die Billett-Anfragen und den Ablauf des Arena-Aufbaus. Dabei wird der Schwingklub Zürich durch die Armee unterstützt.
Nach der 16. Austragung des Kilchberger Schwingets ist Schluss. Peter Hoff steht dem nur alle sechs Jahre stattfindenden Anlass zum letzten Mal vor. (Foto: Andreas Mathys)

Peter Hoff, in zwei Monate steigt vor den Toren Zürichs der Saisonhöhepunkt, der Kilchberger-Schwinget. Wie ist der Stand heute?
Peter Hoff: Derzeit läuft alles nach Plan. Das OK hält vor dem Anlass noch zwei Sitzungen ab, wo noch die letzten Ungereimtheiten besprochen werden und notfalls reagiert werden kann.

Wann wird mit dem Aufbau der Arena begonnen?
Hoff: Am Freitag, 22. August, ist Baubeginn. Daran beteiligen sich der Schwingklub Zürich sowie die Gemeinde Kilchberg. Nur dank der Unterstützung der Schweizer Armee und des Zivilschutzes der Gemeinde Kilchberg ist es überhaupt möglich, die Arena aufzurichten. Am Samstag, 30. August, findet eine Pressekonferenz statt. Am Samstag vor dem Fest (6. September) werden der Gabentempel und die Festwirtschaft eröffnet.

Gab es bauliche Äenderungen gegenüber der letzten Austragung?
Hoff: Da bei der letzten Durchführung am Sonntagmorgen der Festplatz im Wasser versank, haben wir beschlossen, eine Drainage einzubauen. Ansonsten ist das Festgelände genau gleich wie 2008.

Dazu benötigt es einen guten Draht zur Gemeinde und zu den Behörden?
Hoff: Das Einvernehmen mit der Gemeinde Kilchberg ist hervorragend. Die Gemeinde hilft uns, wo immer möglich. Gemeindepräsident Martin Berger ist als Vizepräsident im OK zusätzlich ins Fest eingebunden.

Am Kilchberger Schwinget gelangen keine Billette in den öffentlichen Verkauf.
Hoff: Richtig, die Billette werden anhand der Mitgliederzahlen an die Klubs und Verbände verteilt. Dies ist im Pflichtenheft mit den ESV geregelt. Einen kleinen Teil behält das OK zurück, für Gabenspender, Behörden, Ehrengäste und Ehrenmitglieder. Im Vergleich zu 2008 gelangen mehr Billette an den eidgenössischen Schwingerverband. Das OK musste deutliche Einsparungen vornehmen.

Zu reden gab in den letzten Monate vor allem die Billettgebühr von 20 Franken, die neu eingeführt wurde.
Hoff: Ich denke, dass eine Gebühr von 20 Franken pro Billet in der heutigen Zeit angemessen ist, wenn man nur schon die Herstellungskosten und den Versand berechnet. Unser Wunsch ist es, dass die Schwingklubs diese Gebühr für die Mitglieder übernehmen. Schliesslich sollten die Billette an die treusten Schwingerfans im Land gelangen. Entscheide der Schwingklubs können wir jedoch nicht steuern.

Klingelt bei Ihnen das Telefon häufig, wegen Anfragen von Billetten?
Hoff: Täglich bekomme ich Mails und Telefonanrufe zu Billettwünschen. Doch dies ist sinnlos, ich kann keine Billettwünsche erfüllen.

Die Gaben für die 60 besten Schwinger im Land sind beisammen?
Hoff: Die Gabensammlung lief hervorragend. Wir konnten auf Gabenspender aus der ganzen Schweiz zählen. Es ist einfacher für einen Anlass mit 60 Schwingern Gaben zu sammeln, als für ein Kantonalfest, wo es 150 und mehr Gaben benötigt.

Gibt es um die Arena ein Rahmenprogramm?
Hoff: Nein. Wir haben zwar eine Blaskapelle sowie zwei Jodlerklubs die das Fest umrahmen. Doch im Gegensatz zu einem Eidgenössischen ist der Zutritt zum Gelände nur mit einem Billett möglich.

Sie sind bereits zum dritten Mal OK-Präsident. Machen Sie Ihren Job noch ein viertes Mal?
Hoff: Nein, nach der diesjährigen Amtszeit mache ich einem Jüngeren Platz. Von den zahlreichen guten Kameraden im OK wurde ich überstimmt, es 2014 nochmals zu machen. Eigentlich wollte ich bereits 2008 mein Mandat abgeben. Nun ist die Zeit endgültig reif, einen Nachfolger zu suchen.

Nach drei verregneten Anlässen haben Sie als OK-Präsident wohl nur einen Wunsch, der sich an Petrus richtet?
Hoff: Ich sage mir, wenn es zweimal regnet, kommt es noch ein drittes Mal. Doch nach dreimal Regen, die ich miterlebte, 1996 als Vizepräsident, 2002 und 2008 als Vorsitzender, kann es diesmal nur noch besser werden. Ich bin zuversichtlich, dass uns der Wettergott am 7. September gut gesinnt ist.

Hat der OK-Präsident einen persönlichen Favoriten auf den Festsieg?
Hoff: Ich hoffe, dass keine äusseren Einwirkungen den Festverlauf beeinflussen und der Beste der angetretenen Schwinger am Abend als Sieger ausgerufen wird. Viele haben Kilian Wenger bereits abgeschrieben. Ich kann mir vorstellen, weil nun nicht mehr alle Last bei ihm liegt, dass er den 16. Kilchberger Schwinget gewinnen wird. Als Ostschweizer traue ich auch Daniel Bösch den Sieg zu und würde es ihm genauso gönnen.

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