Marcel Mathis schwingt obenaus

Die grösste Geschichte an den drei heutigen Kranzfesten schrieb ein 24-jähriger Nidwaldner. Am Zürcher Kantonalfest und am Mittelländischen Schwingfest setzten sich dagegen zwei Favoriten durch.

Marcel Mathis ist der grosse Mann des heutigen Tages. Der 24-jährige Landwirt aus Büren gewann mit dem Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest sein erstes Kranzfest überhaupt. Im Schlussgang bezwang er eine Sekunde vor Ablauf der Zeit Peter Imfeld. Mathis kam nach dem gestellten Auftakt gegen Alain Müller immer besser in Fahrt und gewann seine folgenden Duelle. Der zweite Mann des Tages war Alexander Vonlaufen. Der 25-jährige Beckenrieder gab ein kurzfristiges Comeback und feierte gleich den Co-Sieg. Dies nachdem er fast zwei Jahre ausser Gefecht gefallen war. Nun muss er ein weiteres Mal unters Messer und hofft, 2013 wieder angreifen zu könnnen.

Arnold Forrer souverän
Schwingerkönig Arnold Forrer wurde seiner Favoritenrolle am Zürcher Kantonalfest dagegen gerecht. Der 34-jährige Sennenschwinger musste einzig zum Auftakt gegen Christian Stucki stellen. Weil Stucki im fünften Gang an der Verteidigung von Jakob Roth scheiterte, blieb Forrer der Weg für seinen fünften Zürcher-Sieg frei. Im Schlussgang realisierte er, wie schon am Thurgauer vor Wochenfrist gegen Mario Schneider, seinen insgesamt 38. Kranzfestsieg.

Kilian Wenger taktisch reif
Einen reifen Eindruck hinterliess der zweite aktive Schwingerkönig, Kilian Wenger, in Kirchdorf. Beim Mittelländischen reichten ihm dank seiner starken taktischen Leistung im fünften Gang und im Schlussgang ein Gestellter zum letztlich überlegenen Festsieg. Die anderen Gegner, so auch Schlussganggegner Matthias Glarner, blieb nur das Nachsehen.

Zwei Eidgenossen gewinnen Regionalfeste
Bei den heute ausgetragenen Regionalfesten in Rothenburg und auf dem Homberg setzten sich zwei Favoriten durch. Martin Koch beendete seine Verletzungspause mit dem Einsatz am Roteborger Schwinget und kam gleich zu seinem ersten Saisonsieg. Bruno Gisler gewann auf dem Homberg ob Reinach AG bei seinem zweiten Saisoneinsatz zum zweiten Mal. Er scheint für den Heimauftritt am nächsten Sonntag in Solothurn gerüstet.

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