Neu 68 aktive Eidgenossen

Das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer-le-Lac hat 23 Neueidgenossen hervorgebracht. Mit dem gleichzeitigen Rücktritt von Bruno Ettlin am Frutt-Schwinget sind noch 68 Eidgenossen aktiv.
Martin Grab (rechts gegen Kilian Wenger) ist einer von 68 noch aktiven Eidgenossen. Der Schwyzer gewann in Estavayer seinen 7. Eidgenössischen Kranz. (Bild: Rolf Eicher)

45 Eidgenossen waren vor dem Saisonhöhepunkt, dem Eidgenössischen Schwingfest Estavayer2016, noch aktiv. Sechs, Hansruedi Lauper, Beat Salzmann, Beat Wampfler, Gerry Süess, Torsten Betschart und Benji von Ah wurden für Estavayer nicht berücksichtigt, oder fehlten wegen Verletzungen. 14 Tage vor dem Saisonhöhepunkt trat mit dem Kernser Bruno Ettlin ein weiterer Innerschweizer Eidgenosse während der Saison zurück. Den Karrierenhöhepunkt erlebte Ettlin 2004 in Luzern, als er im achten Gang den Aargauer Martin Rohrer bezwang und so den eidgenössischen Kranz erlangte.

So viele wie seit Luzern nicht mehr
Mit 23 Neueidgenossen gab es in Estavayer so viele neue Kranzträger wie seit Luzern 2004 (24) nicht mehr. Somit sind aktuell 68 Eidgenossen noch aktiv. Während unmittelbar nach dem Eidgenössischen kein Schwinger seinen Rücktritt erklärt hat, wird am kommenden Wochenende Thomas Zaugg als Erster sich verabschieden. Zaugg hat seinen Rücktritt am klubeigenen Kemmeriboden-Schwinget schon seit längerem angekündigt. Mit weiteren Rücktritten ist im Verlaufe des Herbstes zu rechnen.

Umbruch in der Nordostschweiz
Die 23 Neueidgenossen verteilen sich wie folgt: 8 NOSV, 6 BKSV, 6 ISV, 3 NWSV. In der Kranzstatistik aller Kranzgewinner (insgesamt 46) siegten die Berner deutlich mit 17 Kränzen, gefolgt von ISV 14, NOSV 10 und NWSV 5. Die aktiven Eidgenossen der Verbände verteilen sich neu wie folgt 21 BKSV, 20 ISV, 19 NOSV, 7 NWSV, 1 SWSV. Auffallend ist, dass es bei den Nordostschweizern acht Neueidgenossen gab. Nur zwei der zehn angetreten bisherigen (Michael Bless und Daniel Bösch) reihten sich erneut unter die Kranzgewinner. Dem Berner Philipp Roth gelang es als Gauverbandskranzer direkt den Eidgenössischen Kranz zu erlangen. Gleich schaffte vor drei Jahren Gerry Süess.

Emmental und Schwyz obenauf
Kantonsmässig am Erfolgreichsten schnitten der Emmentalische Schwingerverband sowie die Schwyzer mit je sechs Kranzgewinnen ab. Die Berner Oberländer (inkl. Königstitel) und die Luzerner brachten es auf je fünf Kränze. Peter Horner und Roger Rychen bescherten dem Kanton Glarus die ersten zwei Kränze nach einer 27-jährigen Durstrecke. Martin Grab gewann seinen 7. Eidgenössischen Kranz. Mehr hat einzig Karl Meli (9) vorzuweisen. Grab war mit 37 Jahren auch der älteste Kranzgewinner in Estavayer, der 18-jährige Samuel Giger der Jüngste. 
 

Jakob Heer

Redaktion

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