Rücktritt von Martin Koch

Nach 53 Kranzgewinnen und drei Kranzfestsiegen tritt Martin Koch als aktiver Schwinger zurück. Eine Woche vor seinem 30. Geburtstag wird er zum Laufbahnabschluss den Herbstschwinget Schachen bestreiten.
Mit Martin Koch (oben) verliert der Luzerner Kantonalverband eine weitere, gewichtige Stütze.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen zu erwähnen, dass der Entscheid zum Rücktritt bereits im Frühjahr 2013 gefallen ist. Ich habe meine Kollegen vom Schwingklub Surental darüber informiert“, sagt Martin Koch. Der Landwirt aus Schlierbach, geboren am 28. September 1983 in Hunzikon (Gemeinde Geuensee), tritt somit als aktiver Schwinger ab. Er wird dies mit dem Einsatz am Herbstschwinget in Schachen tun. Dieser Anlass wird am Sonntag, 22. September, ausgetragen.

Enttäuschung am Eidgenössischen
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2013 in Burgdorf hätte für Martin Koch zum letzten Höhepunkt seiner Laufbahn werden sollen. Lange Zeit war der Luzerner Leader der stärkste Herausforderer der übermächtigen Berner Schwinger. Als einziger trat er gegen sämtliche Berner Königsanwärter (Matthias Sempach, Christian Stucki, Kilian Wenger) an. Gegen den Schwingerkönig von 2010 und Titelverteidiger Kilian Wenger gewann Martin Koch gar. Weil er in den Gängen sieben und acht aber nicht mehr auf die Siegerstrasse zurückkehren konnte, verpasste er den Kranzgewinn.

Zwei Eidgenössische Kränze
Insgesamt nahm Martin Koch in seiner Laufbahn an nicht weniger als fünf Eidgenössischen Schwingfesten teil. 2001 in Nyon bestritt er als erst 18-Jähriger bereits acht Gänge. 2004 in Luzern kam er dem Kranz ein erstes Mal etwas näher. In Aarau 2007 und Frauenfeld 2010 holte er Verpasstes nach und gewann jeweils den eidgenössischen Kranz. Seine stärkste Leistung zeigte er 2007 in Aarau, wo er sich den Kranz bereits nach sieben Gängen gesichert sah und im achten Gang um eine absolute Spitzenklassierung schwang.

Drei Kranzfestsiege
Dank seinen ausgewiesenen Offensivstärken klassierte sich der Sohn des ehemaligen Spitzenschwingers Hans Koch immer wieder an der Spitze der Kranzfeste. Drei Mal reichte es gar zum Sieg. Unvergessen ist seine Premiere 2006 in Kriens, wo er sich den Sieg am Luzerner Kantonalfest sicherte. Nach vier Siegen zum Auftakt des Festes reichte ihm ein Gestellter zur Schlussgangqualifikation. Dort bezwang er in einem begeisternden Duell Alain Müller. Nach einer Wartezeit von drei Jahren gewann er 2009 in Hochdorf zum zweiten Mal das Luzerner Kantonalschwingfest. Nur wenige Wochen später folgte der grösste Erfolg in seiner Laufbahn. Am Weissenstein-Schwinget war der Luzerner in den ersten fünf Gängen derart dominant, dass er bereits vor dem Schlussgang als Sieger feststand.

Frühe Erfolge und Regionalfestsiege           
Das Talent des Schwingers Martin Koch war bereits in frühen Jahren erkennbar. Bei den Jungschwingern sorgte er bereits in jungen Jahren für erfolgreiche Schwingfeste. Als Höhepunkt seiner Nachwuchszeit wurde er 2002 in Ermensee zum Tagessieger am Luzerner Kantonal-Nachwuchsschwingertag erkoren. Zu diesem Zeitpunkt hatte Martin Koch bereits seinen ersten Kranzgewinn realisiert. 2001 am Ob- und Nidwaldner Kantonalfest gewann er den ersten von insgesamt 53 Kränzen. Über die Jahre erkämpfte sich der Surentaler Sennenschwinger aber auch grossartige Erfolge neben den Kranzfesten. So gewann er einige der wichtigsten Regionalanlässe im Kanton Luzern gleich mehrmals. Siege auf dem Herlisberg, in Rothenburg, auf dem Schwarzenberg oder am Surentaler Frühjahrsschwinget standen an der Tagesordnung.

Dem Schwingsport erhalten bleiben
Martin Koch wird sich trotz seinem Rücktritt als aktiver Schwinger nicht vom Nationalsport zurückziehen. Im Gegenteil: Er wird weiterhin seiner Funktion als Technischer Leiter der Aktivschwinger vom Schwingklub Surental nachkommen. In dieser Rolle wird er versuchen zu helfen, dass die Surentaler dereinst wieder einen eidgenössischen Kranzschwinger feiern können.

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