Samuel Giger überlegen

Der Thurgauer Samuel Giger siegte erstmals in der Saalsporthalle in Zürich, am traditionellen Berchtold-Schwinget. Der 21Jährige gewann alle sechs Gänge, im Schlussgang gegen Marco Reichmuth.
Samuel Giger siegte erstmals in der Saalsporthalle in Zürich. (Bild: Lorenz Reifler)

Den Grundstein zum Erfolg legte der 21jährige Thurgauer schon im Anschwingen, als er den jungen Schwyzer Michael Gwerder im ersten Zug mit Kreuzgriff bodigte. In der Folge bodigte Giger auch den Bündner Corsin Jörger (Schlungg/rückwärts Ableeren), Thomas Koch (Kurz und Nachdrücken), Jonas Burch (Brienzer retour) und Michael Scheuner (Kurz und Nachdrücken). Mit 1,25 Punkten Vorsprung stand Giger mit klarem Vorsprung an der Spitze.

Reichmuth erneut stark
Marco Reichmuth, Sieger vom Niklausschwinget und Bruder von Brünig-Sieger Pirmin Reichmuth, bezwang schon im Anschwingen mit Roger Rychen, den er mit einem Brienzer rückwärts in Rücklage brachte, einen Eidgenossen. Nach einem weiteren Sieg über Marc Jörger musste er im dritten Gang Roman Schnurrenberger überraschend einen Gestellten zugestehen. Zwei weitere Siege über Patrick Rüegg und Reto Koch bedeuteten die Schlussgangteilnahme. Im finalen Duell riss Giger rasch das Zepter an sich und siegte nach knapp zwei Minuten Gangdauer mit Innerem Haken und Nachdrücken am Boden. „Ich ging mit dem Ziel zu gewinnen in den Schlussgang, doch gegen Marco muss man immer auf der Hut sein“, sagte der Thurgauer nach dem letzten Kampf. 

Gwerder zweitbester Eidgenosse
Reichmuth fiel durch den verloren Schlussgang auf Rang 5a zurück. Die weiteren drei Eidgenossen neben Giger verloren frühzeitig den Kontakt zur Spitze. Michael Gwerder, Saisonaufsteiger 2019, verlor gegen Giger, ehe er fünf Duelle in Serie gewann. Aufgrund fehlender Noten konnte der Mythenverbändler aber nicht um den Schlussgang mittun, wurde dank seines abschliessenden Erfolges über Michael Bernold aber letztlich Zweiter. Roger Rychen verlor zu Beginn gegen Marco Reichmuth, dazu stellte er mit Stefan Kennel. Mit vier Siegen wurde der Glarner im Rang vier drittbester Eidgenosse. Stefan Burkhalter startete zwar siegreich. Mit vier Punkteteilungen in den verbleibenden fünf Duellen verpasste er aber die Auszeichnung. 

Jakob Heer

Redaktion

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