Schwarzsee: Sieg für Aeschbacher

Kurz vor Ende des Schlussganges fiel die Entscheidung im Schlussgang zwischen Simon Anderegg und Matthias Aeschbacher zu Gunsten des Nichteidgenossen. Für Aeschbacher der grösste Erfolg der Laufbahn.
Die Entscheidung im Schlussgang: Matthias Aeschbacher (oben) bezwingt Simon Anderegg. (Foto: Tobias Meyer)

Matthias Aeschbacher hat den Schwarzsee-Schwinget gewonnen und dabei seinen grössten Erfolg der Laufbahn feiern können. Der Emmentaler bezwang im Schlussgang Simon Anderegg, nachdem er zuvor vier Mal siegte und gegen Daniel Bösch stellte. Für Aeschbacher ist es der sechste Kranzfestsieg in seiner Laufbahn. „Ich habe es schon in den Tagen zuvor gespürt, dass viel möglich ist“, sagte der Sennenschwinger aus Rüegsauschachen. Im Schlussgang setzte er in der letzten Minute auf Alles oder Nichts und konnte den erwünschten Sieg realisieren.

Anderegg verpasste zweiten Schwarzsee-Sieg
Schlussgangverlierer Simon Anderegg verpasste den zweiten Schwarzsee-Sieg nach 2011 nur um wenige Sekunden. Bei einem Gestellten hätte er den Tagessieg realisiert. Anderegg gewann zuvor die ersten fünf Duelle, darunter auch gegen die Eidgenossen Tobias Krähenbühl im ersten Gang und Remo Käser im fünften Gang.

An einem gestellten Schlussgang hätte auch Jonas Lengacher Freude gehabt. Der Turnerschwinger aus dem Berner Oberland hätte bei einem Unentschieden zwischen Anderegg und Aeschbacher den Co-Festsieg feiern können. Nun blieb ihm der zweite Schlussrang.

Wenger ohne Kranz - Staudenmann stark
Während Schwingerkönig Kilian Wenger den Kranzgewinn knapp verpasste, konnte Daniel Bösch, Unspunnen-Sieger von 2011, mit Kopfschmuck die Reise nach Hause in die Nordostschweiz antreten. Positiv auf sich aufmerksam machten auch viele junge Berner Schwinger. Hervorzuheben ist insbesondere der 19-jährige Sennenschwinger Fabian Staudenmann.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

Kommentare