Schwinger der Woche: Interview Zenger

Nach reiflicher Überlegung entschied sich der dreifache Berner Eidgenosse Niklaus Zenger zum Rücktritt. Zu seinen Beweggründen und zur Zukunft gibt er im Interview Auskunft.
Niklaus Zenger (oben) gegen Michael Rhyner am Schwarzsee-Schwinget 2019. (Foto: Janine Kid)

Niklaus Zenger, warum treten Sie vom aktiven Schwingsport zurück?
Niklaus Zenger: Um meine Gesundheit nicht zu gefährden. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, bin aber überzeugt, dass dies der richtige Weg ist. Ich wurde bereits zehn Mal operiert - ich will nicht mehr operieren und hoffe sehr, dass mein Kreuzband hält. Auch wegen meinem Hobby, der Jagd.

Ein spontaner Entscheid?
Zenger: Nein. Schon vor zehn Jahren überlegte ich mir, dass ich eines Tages ein "gutes" Karriereende haben möchte. Und jetzt ist es soweit.

Was bedeutet für Sie ein "gutes" Karrierenende?
Zenger: Mit insgesamt 38 Kränzen und zwei Kranzfestsiegen schaue ich glücklich und dankbar auf meine Sägemehlzeit zurück. Und nach einer für mich äusserst erfolgreich verlaufenen Saison mit sieben Kranzgewinnen, dem Co-Sieg bei meinem Heimfest in Interlaken und dem Gewinn des dritten eidgenössischen Kranzes, kann ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere zurücktreten. Schöner gehts nicht. Es kann nichts mehr passieren, falls es schwingerisch nicht mehr gereicht hätte.

Bleiben Sie dem Schwingen treu?
Zenger: Ja das habe ich vor. Man wird mich weiterhin im Schwingkeller und auf den Plätzen antreffen.

Dürfen wir erfahren, in welcher Form?
Zenger: Ich möchte mit den Jungen viel unternehmen - das ist ein reizvoller Job. Die Arbeit als Technischer Leiter Jungschwingen in meinem Schwingklub Interlaken möchte ich beibehalten und weiter ausbauen. Der Nachwuchs ist sehr wichtig, das ist unsere Zukunft. Es hat potenzielle Schwinger, denen ich zu einem künftigen Kranzgewinn verhelfen möchte.

Ein letztes Wort?
Zenger: Sehr gerne. Ich möchte meiner Familie, meiner Freundin, meinen Leuten im Umfeld, meinem Arbeitgeber und vor allem auch meinen langjährigen Sponsoren und Partnern für die grossartige Unterstützung danken!

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Werner Frattini

Freier Mitarbeiter Text

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