Schwinger der Woche: Inti Bösch

Der St. Toggenburger Daniel Bösch (am St. Galler) und der Emmentaler Thomas Sempach (am Seeländer) gewannen am vergangenen Sonntag beide den 100. Kranz. Bösch feierte nebst dem Jubiläumskranz gleich auch noch den Festsieg in Widnau, was gleichbedeutend sein achter Sieg am Heimanlass war.
Daniel Bösch, oben, im Duell mit dem Prättigauer Sandro Schlegel. (Bild: Lorenz Reifler)

Daniel Bösch, in Widnau haben sie zum achten Mal das St. Galler Kantonalschwingfest gewonnen. Dies gelang bislang nur Jakob Woodtli in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Was bedeutet ihnen dies?
Daniel Bösch: Es ist natürlich schön, dass ich heute mit dem legendären Jakob Woodtli gleichziehen konnte. Jedoch war es schon 2018 ein schöner Erfolg, als ich mit dem siebten Triumph mit Schwingerkönig Jörg Abderhalden gleichziehen konnte.

Acht St. Galler Siege, ragt da einer speziell heraus?
Bösch: Sicherlich der erste 2011 in Balgach, wo ich Arnold Forrer bezwingen konnte. Jener hier in Widnau ist insofern der schönste von Allen, da ich gleich auch noch den 100. Kranz meiner Laufbahn realisierte.

Sie sprechen es an: Hatten sie Bedenken, dass es mit Jubiläumskranz nicht klappen könnte?
Bösch: Andere erfolgreiche Schwinger benötigten auch schon mehrere Anläufe, bis es klappte. Bedenken hatte ich nicht, aber eine gewisse Anspannung war sicherlich da.

Was war in Widnau der Schlüssel zum Erfolg?
Bösch: Vom Papier her war Michael Bless sicherlich der stärkste Gegner. Als ich ihn bezwingen konnte, wusste ich, das ich den Grundstein geleget hatte. Obwohl ich alle Gänge gewinnen konnte, nicht jeder Gang war so einfach, wie es das Schlussresultat vermuten lässt. Mann muss immer auf der Hut sein.

Im Schlussgang trafen sie mit Damian Ott auf einen Klubkameraden.
Bösch: Ja, vom Training her kennen wir uns natürlich sehr gut. Für ihn war es der erste Schlussgang bei einem Kranzfest. Dies spürte ich ihm beim Zusammengreifen an. Doch im Schlussgang kann es bekanntlich immer auf beide Seiten gehen. Aller Klubkameradschaft zum Trotz – diesen Sieg wollte ich unbedingt. Gleich im ersten Zug ging es für mich auf, damit konnte ich nicht rechnen.

Zwei Schwinger vom Schwingklub Wil im Schlussgang – da wurde wohl noch gefeiert?
Bösch. Mit dem Baselstädtischen an Auffahrt, dem Schaffhauser und dem Glarner-Bündner an Pfingstmontag stehen für mich „englische“ Wochen bevor. Nein, das  mit dem Feiern müssen wir wohl nach der Saison nachholen. 

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Jakob Heer

Redaktion

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