Simon Jampen tritt zurück

Der 16-fache Kranzschwinger aus dem Kanton Bern, Simon Jampen, tritt zurück. Höhepunkt seiner Laufbahn war die Schlussgangteilnahme am Schwarzsee-Schwinget 2013.
Die Gesundheit geht vor: Simon Jampen (hinten, am Mittelländischen Schwingfest 2014 in der Bern Arena gegen Edi Kündig) tritt vom Schwingsport zurück.

Simon Jampen verletzte sich im Frühjahr 2015 am Hallenschwinget Oberdiessbach am Knie, wobei die Arzte einen Knorpelschaden diagnostizierten, der operative behandelt werden musste. Nach mehreren Monaten intensivem Aufbautraining musste sich Jampen im August einem zweiten operativen Eingriff unterziehen lassen, wobei ein Teil des Meniskus entfernt wurde. Mittlerweile fühlt sich der Turnerschwinger wieder beschwerdefrei, ist sich jedoch im klaren, dass sein Knie die Trainingsintensität die notwendig wäre um dorthin zurückzufinden, wo Jampen vor seiner Verletzung war, nicht mehr aushalten würde.

Schwerer Entscheid
 „Manchmal kommt es im Leben anders als man denkt. Obwohl ich eigentlich noch grosse Zukunftspläne hatte möchte ich dieses Risiko für mein Knie nicht eingehen und entschied mich schweren Herzens für den Rücktritt“, so Jampen. Dem Schwingsport wird der Müheldorfer in einer anderen Form jedoch erhalten bleiben, versicherte er.

Sieg über den späteren Schwingerkönig
Der 25-jährige Berner Mittelländer gewann in seiner Laufbahn insgesamt 16 Kränze. Höhepunkte waren die beiden Kranzerfolge an den Berner Kantonalen 2012 und 2013 sowie die zwei Schwarzseekränze 2013 sowie 2014. 2013 bezwang Jampen im fünften Gang den späteren Schwingerkönig Matthias Sempach und qualifizierte sich am Bergklassiker für den Schlussgang. Erst Kilian Wenger gelang es, den Siegeszug des Mittelländers zu stoppen. Am Eidgenössischen in Burgdorf im gleichen Jahr musste er den Wettkampf nach sechs Gängen verletzungsbedingt aufgeben. 

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