Spannung vor Brünig mit 27 gemeldeten Eidgenossen

Am kommenden Sonntag findet auf dem Brünig der Bergklassiker schlechthin statt. 120 Schwinger bestreiten den Anlass, der zum letzten Mal in der alten Arena durchgeführt wird. Als grosser Favorit startet Matthias Sempach.

27 Eidgenossen sind für einen der Saisonhöhepunkte in diesem Jahr gemeldet. Unter den 120 Schwingern und insbesondere unter den Eidgenossen wird es aber vermutlich noch zu einigen Rochaden kommen. Schwingerkönig Kilian Wenger (leidet noch immer an Ellbogen-Verletzung), Hansruedi Lauper und Benno Studer werden kaum antreten können. Die weiteren 24 Eidgenossen sollten eigentlich am Start sein.

Wer stoppt Matthias Sempach?
Die grosse Frage vor dem diesjährigen Brünig-Schwinget lautet: Wer stoppt Matthias Sempach? Der 26-jährige Berner vom Oberaargauer Schwingerverband ist derzeit in einer Verfassung, von der jeder Schwinger träumt. Für die 20 Nordwestschweizer und die 50 Innerschweizer heisst es demnach, vorab Matthias Sempach zu stoppen. Doch damit wäre die Berner Mannschaft noch lange nicht in die Knie gezwungen. Mit Christian Stucki, Matthias Siegenthaler, Matthias Glarner oder Thomas Sempach stehen weitere Schwinger bereit, die um den Festsieg mitkämpfen. Zuletzt bewies auch Simon Anderegg stark aufsteigende Form. Nicht zu vergessen sind die beiden erfahrenen Schwinger Thomas Zaugg und Willy Graber.

Schwyzer Trio und sonst?
Für die Innerschweizer wird es auf der Wasserscheide Bern-Obwalden nicht einfach, den Sieg erstmals seit 2010 (Martin Grab) wieder einzuheimsen. Zwar stehen mit Martin Grab, Christian Schuler und dem in den letzten Wochen neben Sempach erfolgreichsten Schwinger, Adi Laimbacher, drei starke Eidgenossen im Einsatz, ob dies allerdings gegen die Berner reicht, ist fraglich. Dank Peter Imfeld, Vorjahres-Schlussgangteilnehmer Bruno Müller, Ueli Banz und Martin Koch stehen aber immerhin einige starke Schwinger aus dem breiten Mittelfeld im Einsatz.

Nordwestschweizer Revanche?
Die Nordwestschweizer müssen sich nach der harten Niederlage auf dem Weissenstein in erster Linie darauf konzentrieren nicht unterzugehen. Das wird nicht einfach! Doch abschreiben darf man das Team um die Eidgenossen Christoph Bieri und Bruno Gisler sicherlich nicht. Gerade auch Guido Thürig bewies auf dem Weissenstein in einzelnen Gängen, zu was er fähig sein könnte.

Erschwerte Anreise
Das OK unter der Leitung von OK-Vizepräsident Walter von Wyl rechnet dank guten Witterungsbedingungen mit vielen Zuschauern und einer vollen Arena. Aufgrund von prekären Parkplatzverhältnissen, bittet das OK darum, mit dem Zug spätestens ab Unterbach (Berner Seite) beziehungsweise Lungern/Giswil (Obwaldner Seite) anzureisen.

Abschied für alte Brünig-Arena
Speziell ist der diesjährige Anlass auch, weil letztmals in der alt-ehrwürdigen Brünig-Arena geschwungen wird. Direkt nach dem Anlass 2012 wird der Umbau aufgenommen und bis 2013 realisiert, womit der Brünig-Schwinget nächstes Jahr in der neuen Arena stattfinden wird.

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