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Wann wird wieder geschwungen?

Seit dem 1. März ist es bis 20 Jahre wieder erlaubt zu Schwingen. Für die Schwinger mit Jahrgang 2000 und älter sind die Tore für Trainings und Wettkämpfe aber weiterhin geschlossen. Noch immer ist die Hoffnung gross, dass sich dies bald ändert.
Wann gibt es wieder Duelle der Spitzenschwinger wie Armon Orlik (hinten) und Schwingerkönig Kilian Wenger zu beobachten? Vieles ist im Moment noch offen. (Foto: swiss-image.ch)

Noch immer herrscht in der Schweiz der Ausnahmezustand. Die Corona-Massnahmen sind zwar auf den 1. März etwas gelockert worden, doch noch immer herrscht in vielen Bereichen Stillstand. Auch bei den Schwingern. Es ist im Moment weiter nicht abzusehen, wann die Aktivschwinger mit Jahrgang 2000 und älter wieder ins Geschehen eingreifen können.

Situation neu beurteilen
Auch beim Eidgenössischen Schwingerverband macht man sich laufend Gedanken, obwohl der Vorschlag einer Teilöffnung in Gesprächen mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport keine Früchte trug. Der ESV ist im ständigen Austausch mit den Behörden und versucht Lösungen zu finden. Nicht förderlich, aber durchaus verständlich, sind dabei die Voten der Spitzenschwinger, die endlich wieder Schwingen wollen. Der Aktivenrat sieht sich in dieser Angelegenheit vom Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes zu wenig unterstützt.

Obschon der ESV derzeit von vielen Seiten Kritik entgegengebracht wird, ganz untätig ist er, wie erwähnt, nicht. So liess sich ESV-Kommunikationschef Jakob Aeschbacher am 9. März im Tages-Anzeiger wie folgt zitieren: "Dürfen ab dem 1. April noch immer nicht alle trainieren, würden wir eine Sonderlösung anstreben und nicht mehr darum herumkommen, einige Schwinger als Leistungssportler zu deklarieren."

Hoffnungsträger Nachwuchs
Hoffnung macht hingegen, dass seit dem 1. März wieder bis 20 Jahre trainiert werden kann und auch Wettkämpfe möglich sind. Bei vielen Schwingklubs laufen derzeit Abklärungen wie man Schwingfeste mit den Jahrgängen 2001 und jünger austragen kann. Eine Vorbildfunktion nimmt hier der Schwingklub Thun ein. Die Thuner hätten am 28. März den Jahresschwinget in der Lachenhalle in Thun ausgetragen. Nun entschied man sich dazu an Stelle eines Aktivanlasses den Nachwuchs ab Jahrgang 2004 antreten zu lassen.

Einziger Wermutstropfen in Thun: das Schwingfest findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. An dies müssen sich die Schwingerfreunde im Jahr 2021 wohl gewöhnen. Sollte es zu Schwingfesten kommen werden daran nur ganz wenige oder gar keine Zuschauer teilnehmen können. In einem sind sich aber alle einig, wichtig ist es, dass so schnell wie möglich wieder Wettkämpfe ausgetragen werden.

 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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