Zwei Eidgenossen siegen an Kranzfesten

Insgesamt 18 Eidgenossen standen an den beiden Kranzfesten im Einsatz. Auf der Rigi holten 9 der 14 Eidgenossen den Kranz, am Appenzeller alle vier. Als Festsieger liessen sich ebenfalls zwei nationale Titulare feiern.
Der Rigi-Schwinget war am Sonntag fest in Berner Hand. (Foto: Tobias Meyer)

Der Rigi-Schwinget hielt, was er versprach. Die Berner dominierten das Fest nach Belieben und während des ganzen Tages kam es zu vielen Direktduellen der Mutzen. Im Schlussgang standen sich am Ende Christian Stucki und Matthias Sempach gegenüber. Die beiden griffen ehrgeizig an und in der 5. Minute fiel die Entscheidung (Fussstich) zu Gunsten von Sempach. Hätten die beiden gestellt - im 4. Gang endete dieses Duell bereits gestellt - wäre Simon Anderegg als Festsieger ausgerufen worden. Bereits frühzeitig aus der Entscheidung wegen zwei Gestelltne fiel Schwingerkönig Kilian Wenger. Der Kranzgewinn geriet aber nicht in Gefahr. Aus Innerschweizer Sicht überzeugte vor allem Reto Nötzli. Im letzten Gang gewann er beinahe gegen Simon Anderegg und hätte sogar für ein absolutes Topresultat sorgen können. Bester ISV-Akteur war am Ende Erich Fankhauser.

Raphael Zwyssig überlegen
Weil Topfavorit Daniel Bösch trotz des Startsieges gegen Michael Bless nach zwei Gestellten (gegen Martin Hersche und Marcel Kuster) bereits nach vier Gängen aus der Entscheidung fiel, profitierte Raphael Zwyssig mit einem starken Auftritt. Der Vorjahressieger verteidigte seine Sieg auch dank fünf Maximalnoten in den ersten fünf Gängen. Damit stand er bereits als Festsieger fest, weil nach dem Ausschwingen sein Vorsprung zu gross war. Im am Ende nur zur "Dekoration" ausgetragenen Schlussgang gegen Michael Bless gab es einen Gestellten. Unter die Kranzgewinner reihte sich auch Stefan Burkhalter. Nicht am Start war Samuel Giger.

Zwei Favoritensiege an Regionalfesten
Während bei den beiden Kranzfesten insgesamt 18 Eidgenossen im Einsatz standen, war es an den beiden Regionalfesten gerade mal einer. Dieser (Thomas Zaugg) setzte sich beim Abendschwinget in Fankhaus aber verdient durch. Im Schlussgang bezwang Zaugg, der alle seine sechs Duelle gewann, den einheimischen Heinz Habegger.

Einen einheimischen Sieger gab es dafür am Niklaus-Thut-Schwinget. Patrick Räbmatter wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann zuletzt im Schlussgang gegen Reto Leuthard. Kurzfristig absagen musste Eidgenosse Bruno Gisler, der den Anlass im Vorjahr zu seinen Gunsten entschied.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

Kommentare