Zwei Eidgenossen unter den vier Siegern

Insgesamt vier Kranzfeste standen am gestrigen Sonntag auf dem Programm. Dabei setzten sich nicht die Favoriten durch, einzig Mario Thürig brillierte bei seinem Comeback. Regionalfeste gab es keine, dafür am Samstag vier Jungschwingertage.
Beat Clopath (oben, gegen Michael Rhyner) gewann das St. Galler Kantonalfest zum ersten Mal. (Foto: Werner Schaerer)

Trotz den angekündigten Regenfällen, die teils ergiebig über die vier Kranzfest-Standorte hinunterprasselten, fanden am vergangenen Wochenende alle Schwingfeste wie geplant statt. Insgesamt 10'400 Zuschauer besuchten die vier Kranzfeste, am Meisten davon in Escholzmatt am Luzerner Kantonalfest (4200).

Zwei Eidgenossen-Siege ...
Dass es am St. Galler Kantonalfest zu einem Eidgenossen-Sieg kommen würde, war nicht auszuschliessen. Nur die wenigsten rechneten dabei aber mit Beat Clopath. Der 31-jährige Bündner gewann erstmals in seiner Laufbahn den St. Galler Ehrentag und bezwang dabei im Schlussgang seinen Kantonskollegen Armon Orlik. Nicht auf Touren kam der fünffache Sieger Daniel Bösch. Er unterlag sowohl Orlik wie auch Samuel Giger. Giger seinerseits unterlag Raphael Zwyssig und Beat Clopath bezwang Arnold Forrer. Es war ein Schwingfest mit viel Auf und Ab, am Ende mit dem besten Ausgang für den Bündner Eidgenossen.

Einen Eidgenossen-Sieg gab es auch am Solothurner Kantonalfest. Dass Mario Thürig sein Comeback gleich mit dem Sieg krönen würde, war allerdings kaum erwartet worden. Der Aargauer hielt sich aber schadlos und profitierte davon, dass sich die weiteren Mitfavoriten Benji von Ah, Bruno Gisler und Christoph Bieri teils gegenseitig stoppten oder nicht ohne Gestellte durch das Schwingfestprogramm kamen. Im Schlussgang bezwang Thürig seinen Aargauer Kantonskollegen Patrick Räbmatter.

... und zwei Überraschungen
Eher unerwartet endete dagegen das Luzerner Kantonalfest in Escholzmatt. Vor begeisterndem Publikum setzte sich Sven Schurtenberger durch. Der 25-jährige Rottaler Sennenschwinger bezwang im Schlussgang Rene Suppiger. Wegweisend zum Festsieg war der Erfolg im fünften Gang gegen den davor dominant aufschwingenden Christian Schuler. Schuler seinerseits holte mit fünf Siegen immerhin den Ehrenplatz. Diesen teilte er sich mit Joel Wicki, der seine Enttäuschung über den verpassten Schlussgang nicht verbergen konnte.

Gar eine Sensation gab es am Waadtländer Kantonalfest. Mit Vincent Roch setzte sich ein in der Deutschschweiz gänzlich unbekannter Schwinger durch. Er profitierte vom gestellten Schlussgang zwischen Steven Moser und Pascal Piemontesi. Eidgenosse Michael Nydegger erlitt eine überraschende Niederlage gegen Victor Cardinaux, holte sich am Ende aber doch noch verdient seinen zweiten Kranz seit dem Comeback.

Neben den vier Kranzfesten fanden keine weiteren Regionalfeste statt. Dafür standen die Jungschwinger im Einsatz. Mehr dazu im Resultatebereich des Nachwuchses.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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