Zwischenbilanz der beiden Kranzfeste

Nach drei Gängen sind an den beiden Kranzfesten in Hägendorf (Solothurner) und Ruswil (Luzerner) noch keine Entscheide gefallen. Überraschungen blieben aber bei beiden Festen nicht aus.
Philipp Laimbacher (oben) ist nach dem unerwarteten Unentschieden gegen Fabian Marti am Luzerner Kantonalfest in Ruswil aus der Entscheidung gefallen.

Im Gegensatz zu den intensiven vergangenen Wochenenden sind heute an zwei Kranzfesten "nur" neun Eidgenossen im Einsatz. Trotz den grösstenteils fehlenden grossen Namen, bieten die Kantonalfeste der Solothurner und der Luzerner Duelle auf ansprechendem Niveau und eine spannende Ausgangslage.

Luzerner Ruswil: Eidgenossen im Hintertreffen
Die Eidgenossen sind beim Kantonalfest der Luzerner bereits arg ins Hintertreffen geraten. Keiner der fünf Titulare konnte das Anschwingen ohne Verlustpartie über die Runden bringen. Der einzige Sieger im ersten Gang, Philipp Laimbacher (gegen Philipp Gloggner), stellte im zweiten Gang gegen Defensivkünstler Werner Suppiger und im dritten Gang gegen Fabian Marti. Philipp Gloggner und sein Bruder Hansjörg Gloggner, der im ersten Gang stellte, konnten immerhin den zweiten und dritten Gang gewinnen und wieder mit der erweiterten Spitze gleichziehen.

Mit zwei Unentschieden fielen Alain Müller und Michael Nydegger bereits im Anschwingen aus dem Kampf um den Tagessieg. Neben Laimbacher ist auch Franz Föhn ohne Chance auf den Sieg nach zwei Gestellten. Von den Gästen sind nur noch Martin Zimmermann und Mike Müllestein im Kampf um den Tagessieg involviert. Grosse Profiteure dieser Resultate waren Joel Wicki, Rene Suppiger und Philipp Scheidegger, die mit drei Siegen in den Wettkampf starteten.

Solothurner Hägendorf: Thürig voraus
David Schmid ist die grosse Überraschung im Morgenprogramm am Solothurner Kantonalfest gelungen. Er bezwang im zweiten Gang kurz vor Schluss Bruno Gisler mit einem Konter auf einen letzten Angriff des zweifachen Eidgenossen. Weil auch Remo Stalder im ersten Gang (gestellt gegen Jürg Mahrer) nicht über Verlustpunkte hinweg kam, sind die beiden Aargauer Eidgenossen Christoph Bieri und Mario Thürig mit zwei Siegen am erfolgreichsten in den Wettkampf gestartet. Da es schliesslich im dritten Gang zwischen Bieri und Schmid in einem interessanten Duell keinen Sieger gab, ist Mario Thürig zur Halbzeit mit drei Siegen von den Spitzenschwingern klar voraus.

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