Interview der Woche (3. bis 9. Juli) mit Adi Laimbacher

Adi Laimbacher hat mit dem Tagessieg am Innerschweizerischen Schwingfest für eine leichte Überraschung gesorgt. Der 32-jährige Schwyzer war nämlich erst vor Wochenfrist wieder auf die Schwingplätze zurückgekehrt, nachdem er über einen Monat verletzungsbedingt fehlte. Im Interview zeigt sich der 19-fache Kranzfestsieger glücklich über seinen Triumph.

Adi Laimbacher, Sie haben das Innerschweizerische Schwingfest gewonnen. Haben Sie damit gerechnet?
Adi Laimbacher: Rechnen kann man mit einem solchen Sieg nie. Natürlich will man als Schwinger immer gewinnen, aber bei 228 Schwingern kann nur einer gewinnen. Ich bin sehr glücklich, dass ich das in diesem Jahr bin.

Es ist der zweite Sieg nach 2001 am Innerschweizerischen. Eine lange Zeit?
Laimbacher: Ja, das ist wirklich eine lange Zeit. Nach 10 Jahren bin ich sehr glücklich, dass es mir wieder einmal zum Sieg gereicht hat. Zumal ich dieses Jahr wie schon erwähnt niemals damit gerechnet hätte. Es fällt mir auch ein Stein vom Herzen, weil ich schon seit längerer Zeit kein Kranzfest mehr gewann.

Am Aargauer Kantonalfest in Aristau haben sie sich erfolgreich zurückgemeldet. Wie lief die Vorbereitung darauf?
Laimbacher: Ich habe im Vorfeld zum Aargauer Kantonalfest nur wenig Trainings im Schwingkeller verbracht. Hauptsächlich hielt ich mich während der Verletzung auf dem Velo fit. Ich war nach dem Anlass in Aristau sehr glücklich, als ich gemerkt habe, dass es funktioniert und ich sofort wieder vorne mitschwingen kann.

Um Ihre Verletzung sorgte für Verwirrung. Warum?
Laimbacher: Nach dem Schwyzer Kantonalfest, wo ich mich verletzte, hiess es zuerst, es sei ein Knorpelriss. Danach wurde die Diagnose auf Kreuzbandriss korrigiert. Für mich war das ziemlich hart. Da ich aber in den Tagen danach kaum Schwellungen hatte, wurde ich stutzig. In einer weiteren Untersuchung stellte sich heraus, dass das Kreuzband absolut in Ordnung ist. Der Knorpelriss verkürzte die Verletzungspause natürlich deutlich.

Zurück zum Innerschweizerischen. Mit welcher Taktik gingen Sie in den Schlussgang?
Laimbacher: Ich wusste um die Stärke von Andi Imhof. Ich habe gegen ihn vor zwei Jahren am Innerschweizerischen auch schon verloren, darum war ich gewarnt, vor allem vor seiner Konterstärke. Mein Ziel war es, meine eigene Stärke auszuspielen, was mir mit dem Kurz ziemlich gut gelang.

Wie geht es nun weiter?
Laimbacher: Ich werde am 8. Juli auf der Rigi starten. Darauf freue ich mich sehr, habe ich diesen Anlass nun doch bereits drei Mal gewonnen.

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