Interview mit Martin Grab: Schwinger des Monats Juni

Die SCHLUSSGANG-Freunde auf der Facebook-Fanseite haben Martin Grab deutlich zum Sieger der Wahl zum Schwinger des Monats Juni ernannt. Den Wettbewerb vom SCHLUSSGANG zur Wahl gewinnt ebenfalls ein Innerschweizer.

Von den Facebook-Fans der SCHLUSSGANG-Fanseite wurde Martin Grab mit 75,3% der Stimmen deutlich vor Jakob Roth 9.3%, Arnold Forrer 8% und Stefan Zbinden 7,4% gewählt. Sieger des Facebook-Wettbewerbs und damit Gewinner eines Schwingerbuches ist Urs Ming aus Oberrüti. Im Interview des Monats erklärt Martin Grab, wieso er noch nicht genau weiss, wann mit dem aktiven Schwingsport Schluss ist.

Martin Grab, Sie wurden von den Facebook-Fans vom SCHLUSSGANG zum Schwinger des Monats Juni gewählt ...
Martin Grab: Das freut mich natürlich sehr und zeigt auf, dass meine Erfolge registriert werden.

Wurde der Schwarzsee-Sieg speziell gefeiert?
Grab: Nein, eigentlich nicht. Natürlich habe ich mich sehr gefreut über den Sieg. Wenn es allerdings nicht die Komplettierung des Bergfest-Reihe gewesen wäre, wäre es halt einfach ein Kranzfestsieg wie jeder gewesen.

Was bedeutet Ihnen die Komplettierung der Bergfest-Reihe?
Grab: Für mich bedeutet das sehr viel, immerhin bin und werde ich immer der erste Schwinger sein, der die sechs Bergfeste mindestens einmal gewonnen hat. Es ist eine grosse Ehre, denn so wird mein Name in Ewigkeit mit diesem Erfolg in Verbindung gebracht werden.

Dabei sah es erst gar nicht nach einem Sieg aus?
Grab: Ich war in der Tat nach dem dritten Gang und dem zweiten Gestellten sehr enttäuscht, zumal sich die Ausgangslage sehr gut präsentierte, da die besten Berner fehlten. Doch hier kam mir wieder entgegen, dass gestellte Gänge mit der Note 9,00 halt doch etwas bringen. Schon nach dem vierten Gang sah ich wieder eine Chance, zumindest als lachender Dritter in Frage zu kommen. Vor dem Schlussgang war ich dann schliesslich schon etwas nervös. Schade ist einfach, dass Christian Schuler nicht die Note 9,00 bekam. Ein Sieg gemeinsam mit meinem Firmgötti-Bueb wäre natürlich das Tüpfelchen auf dem I gewesen!

Die Note 9,00 hätte er woh verdient?
Grab: Man hätte es sicherlich verstehen können, wenn die beiden die Note 9,00 bekommen hätten. Derzeit bin ich mit der Notengebung sowieso nicht zufrieden. Gerade bei den Gestellten gilt die Note 8,75 als Normalnote. Es sollte bei einem Gestellten nicht nur eine Belohnung nach oben, sondern auch eine Bestrafung für Passivität gegen unten geben.

Jetzt fehlt noch der NOS-Sieg zum Teilverbands-Quintett?
Grab: Dieser Sieg würde natürlich einen Kreis schliessen. Für mich hat er aber nicht die gleiche Bedeutung wie der Sieg auf dem Schwarzsee und die Komplettierung der Bergfest-Reihe.

Was ist für Sie wertvoller, Bergfest-Reihe oder Unspunnen-Sieg?
Grab: Die beiden Erfolge sind schwierig miteinander zu vergleichen. Da ich noch aktiv schwinge, möchte ich noch keine Bilanz über meine Laufbahn ziehen. Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass für die breite Bevölkerung der Unspunnen-Sieg zuoberst steht, für das Schwingervolk hingegen zählen wohl die Bergfestsiege mehr.

Wie geht es bei Ihnen sportlich nach 2013 weiter?
Grab: Das weiss ich noch nicht. Solange die Freude am Schwingsport da ist und ich gesund bleibe, steht einer Weiterführung der Laufbahn nicht viel im Wege. Allerdings können natürlich auch private Gründe eine Entscheidung beeinflussen. Bis jetzt habe ich ehrlich gesagt noch nie ans Aufhören gedacht.

Sind dementsprechen in der Saison 2015 zwei Martin Grab bei den Aktiven im Einsatz?
Grab: Es ist richtig, dass Martin junior im Jahr 2015 mit Jahrgang 1999 zu den Aktiven kommt. Ich werde aber nicht Teufel komm raus bis 2015 weiterschwingen, damit ich mit ihm im Einsatz stehen kann. Aber auszuschliessen ist es nicht, dass wir gemeinsam das eine oder andere Schwingfest in der Zukunft bestreiten.

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