Schwinger der Woche (12. bis 18. August): Reto Maurer

Nach zwei eidgenössischen Kränzen, drei Kranzfestsiegen und total 60 Mal Eichenlaub gab der Mittelländer Reto Maurer am Berner Kantonalschwingfest seinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport bekannt.

Reto Maurer, Sie wählten das Berner Kantonalfest für ihren Rücktritt. Warum?
Reto Maurer: Ich wollte eigentlich schon im letzten Jahr zurücktreten, doch wegen den Verletzungen und den verpassten Schwingfesten war ein Rücktritt nicht sinnvoll. Und es war nicht mein Ziel oder Wunsch, einfach so im stillen Kämmerlein zu gehen. Zudem führte mein Klub dieses Jahr das Mittelländische durch und so war für mich schnell einmal das Berner Kantonalfest als letztes Fest klar.

Als Berner überrascht der Rücktritt ein Jahr vor dem Eidgenössischen in Burgdorf?
Maurer: Eigentlich war das schon einmal im Gedanken von mir. Aber ich habe jetzt drei schöne Eidgenössische miterlebt. Zudem hätte ich den Trainingsaufwand nochmals intensivieren müssen und das wäre mit Frau und zwei Kindern sowie meinem Job kaum mehr vereinbar gewesen.

Wenn Sie auf ihre Laufbahn zurückblicken, was hat sie geprägt?
Maurer: Sicherlich die beiden Eidgenössischen Kränze in Luzern 2004 und Frauenfeld 2010. Aber auch die Kranzfestsiege am Mittelländischen waren für mich schöne Erfolge.

Wie gingen Sie am Berner Kantonalschwingfest in ihren letzten Wettkampf?
Maurer: In erster Linie wollte ich den Kranz gewinnen. Der Start mit zwei Siegen ist mir dann gut gelungen. Gegen Daniel Bösch habe ich vielleicht etwas zu wenig riskiert, aber immerhin ist er ja auch der Unspunnen-Sieger und darum bin ich mit dem Unentschieden nicht unglücklich. Beim letzten Gang wusste ich, dass ein Sieg reicht und so habe ich alles versucht und schliesslich auch Erfolg gehabt.

... und schliessen mit einer runden Kranzzahl ab!
Maurer: Ja richtig. Es war mein 60. und letzter Kranz. Sehr gut fühlte sich danach aber auch der Applaus der Zuschauermenge an. Das wird immer in meiner Erinnerung bleiben.

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