Schwinger der Woche (15. bis 21. Juli): Christoph Bieri

Christoph Bieri hat mit einem eindrücklichen Sieg am Fricktaler Abendschwinget mit der Maximalpunktzahl 60,00 gewonnen. Ein Jahr nach seiner schweren Knieverletzung ist der Aargauer Eidgenosse mit seinem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden.

Christoph Bieri, Sie haben sich im letzten Sommer verletzt. Wie haben Sie sich wieder erholt?
Christoph Bieri: Die Verletzung am Innerschweizerischen im Juli 2011 war meine erste schwere der Laufbahn. Vorher blieb ich 13, 14 Jahre davor verschont. Es war nicht einfach damit umzugehen, vor allem die Nicht-Teilnahme am Unspunnen-Schwinget hat mich schon ein wenig „gefuchst“. Im Winter habe ich schliesslich gut trainieren können, habe aber erst spät wieder ins Schwingtraining eingegriffen.

Wie verlief der Start nach der Verletzung?
Bieri: Die Resultate haben mit zwei Festsiegen zum Auftakt zwar gepasst, doch mein Gefühl im Sägemehlring war nicht optimal. Danach folgten die beiden ersten Kranzfeste, welche ich mit dem Kranzgewinn erfolgreich abschliessen konnte. Ein wichtiges Fest war der Stoos-Schwinget. Obwohl ich den Kranz verpasste, hatte ich erstmals wieder ein richtig gutes Gefühl nach der Verletzung.

Danach folgten die beiden Kranzfestsiege ...
Bieri: Richtig. Gerade der Auftritt am Aargauer Kantonalfest hat mir natürlich sehr gut getan. Jetzt weiss ich, dass ich wieder mit den Besten mithalten kann.

Jetzt folgen vier Kranzfeste en suite. Was sind die Ziele?
Bieri: In erster Linie strebe ich die Kränze an den nun noch folgenden Festen an. Auf dem Weissenstein erwartet uns Nordwestschweizer mit starken, aber nicht übermächtigen Bernern eine interessante Aufgabe. Auf den Brünig-Schwinget am 29. Juli freue ich mich sehr, dieses Fest hat eine besondere Ausstrahlung. Am Nordwestschweizerischen kommen zwar nicht die absoluten Top-Gäste, doch es wird nicht einfach gegen sie zu bestehen und schliesslich am Berner Kantonalfest ist es der Gang in die Höhle des Löwen.

Was erhoffen Sie sich vom Nordwestschweizerischen im Besonderen?
Bieri: Das Nordwestschweizerische ist das einzige Kranzfest in meinem Verbandsgebiet, welches ich noch nie gewinnen konnte. Ob es bereits dieses Jahr reicht, wird sich weisen.

Haben Sie sich schon Gedanken über die Vorbereitung für die nächste Saison gemacht?
Bieri: Gross ändern muss ich nichts. Ich bereite mich ja nicht das erste Mal auf eine Saison mit einem Eidgenössischen Schwingfest vor. Mit meinem Physiotherapeut habe ich aber im letzten Winter gute Erfahrungen gemacht. Ihn werde ich in der Vorbereitung sicherlich auch miteinbeziehen. Wichtig ist eine gute Festplanung, vielleicht werde ich ein paar Schwingfeste weniger bestreiten als sonst üblich.

Ist Burgdorf 2013 schon ein Thema?
Bieri: Natürlich geistert der nächstjährige Saisonhöhepunkt in meinem Kopf herum. Doch in erster Linie möchte ich mich im Winter gut vorbereiten und verletzungsfrei bleiben, damit ich im Frühling voll auf den Saisonhöhepunkt planen kann.

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