18:15-Sieg für Freiamt im ersten Finalduell

Herausforderer Freiamt hat Titelverteidiger Willisau im ersten von zwei Finalkämpfen dank einer geschlosseneren Mannschaftsleistung 18:15 geschlagen. Dennoch sind die Luzerner nicht entscheidend distanziert. Der Rückkampf findet am nächsten Samstag ab 19 Uhr in der Willisauer BBZ-Halle statt, und zwar wiederum ohne Zuschauer.
Im ersten Einzelkampf des Abends schlug der Willisauer Nils Leutert (links) Willisaus NLA-Neuling Ueli Rölli bis 57 kg Freistil innert 59 Sekunden mit 16:0 Wertungspunkten. (Foto: wr)
Bei 5:5 Einzelsiegen entschieden die klareren Erfolge auf der Matte für die Aargauer. Wohl verfügte Meister Willisau über die grössere ringerische Klasse, doch die Freiämter setzten dieser Macht ein augeglicheneres Team gegenüber. Willisau beklagte angeschlagene Ringer und musste auf zwei Lückenbüsser zurückgreifen. So erreichte Christian Zemp bis 86 kg Greco für Freiamt einen wichtigen Schultersieg gegen Daniel Häfliger, und Nils Leutert brauchte nur 59 Sekunden, bis er den 14-jährigen Eschenbacher Nationalturner Ueli Rölli 16:0 ausgepunktet hatte. Überfordert war aber auch Freiamts Ringerschwinger Roman Zurfluh bis 130 kg Greco gegen den 20 kg schwereren Bulgaren Delian Alishahi. Hier lautete der Punktestand nach gut vier Minuten ebenfalls 16:0.
Matchwinner für Freiamt waren Jungvater Pascal Strebel und Marc Weber. Olympionike Strebel hielt bis 70 kg Greco Willisaus draufgängerische Nachwuchshoffnung Michael Portmann überraschend klar mit 5:1 auf Distanz. Weber bäumte sich gegen den Ungaren Gergely Gyurits in einer starken Schlussphase auf und verkürzte auf 2:5 Wertungspunkte. Zuletzt betrieben Tobias Portmann und Jonas Bossert für Willisau erfolgreiche Schadensbegrenzung. Sie verkürzten von 10:18 auf 15:18. Nicht zum Einsatz kam bei Willisau ENST-Sieger Yanik Bucher.
 
Willisau glaubt an Wende
"Wir haben uns den heutigen Abend anders vorstellt", runzelte Willisaus Trainer Thomas Bucheli nach dem Kampf die Stirn. "Wir gaben einige Mannschaftspunkte unglücklich ab. Aber diesen Rückstand können wir  aufholen." Freiamts Trainer Marcel Leutert wiederum befand, dass der Sieg gar noch höher hätte ausfallen können. "Aber insgesamt bin ich zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung."
Der Rückkampf mit umgekehrter Stilart in jeder Gewichtsklasse findet am nächsten Samstag um 19 Uhr in Willisau statt. Der Final führt in dieser Saison nur über zwei Kämpfe. Dabei entscheidet die Summe der beiden Kämpfe über die Titelvergabe. Bei Gleichstand würden zuerst die Anzahl Schultersiege entscheiden. Hier führt Freiamt 1:0. 
 
Nationalliga A
1. Finalkampf: Freiamt – Willisau 18:15. – Rückkampf am Samstag, 5. Dezember, um 19 Uhr (BBZ Willisau).
 
Freiamt – Willisau 18:15 (11:7)
Bachmatten Muri. – 0 Zuschauer. – KR: Zimmermann (Ewert/Fässler).
57 F: Nils Leutert – Ueli Rölli 4:0 (16:0  nach 59 Sekunden)
61 G: Nino Leutert – Timon Zeder 3:0 (10:0).
65 kg F: Michael Bucher – Lukas Bossert 3:0 (5:0).
70 kg G: Pascal Strebel – Michael Portmann 2:1 (5:1).
75 kg F: Randy Vock – Tobias Portmann 0:2 (0:4).
75 kg G: Andrey Malzew – Jonas Bossert 0:3 (0:5).
80 kg F: Marc Weber – Gergely Gyurits 1:2 (2:5).
86 kg G: Christian Zemp – Daniel Häfliger 4:0 (Schultersieg nach 1:02).
97 kg F: Magomed Aischkanow – Stefan Reichmuth 1:3 (1:6).
130 kg G: Roman Zurfluh – Delian Alishahi 0:4 (0:16 nach 4:10).
 
Freiamt ohne Nico Küng (verletzt), Flurin Meier, Saya und Colin Brunner, Marc Schärer und Joel Meier (alle überzählig).
Willisau ohne Florian Bissig, Samuel Scherrer (beide verletzt), Roger Heiniger, Yanik Bucher, Mansur Mavlaev, Rasul Israpilow, Andreas Reichmuth, Florian Bernet und Dominik Bossert (alle überzählig).
 

 

Im Artikel erwähnt: 

Wolfgang Rytz

Redaktion

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