Freiämter im Elend, Kriessener unter Druck

In der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen haben Hergiswil (gegen Freiamt) und Willisau (gegen Kriessern) den Halbfinal-Hinkampf gewonnen. Die Freiämter wagten eine riskante Aufstellung und verloren den Heimkampf 16:24. Willisau gewann zu Hause mit etwas Glück 21:19.
Der Willisauer Andreas Reichmuth (im roten Dress), gab den Sieg gegen Mirco Moser erst wenige Sekunden vor Kampfende aus den Händen. Am Ende jubelten trotzdem die Zentralschweizer.

Meister Hergiswil liess sich in Niederwil AG von der überraschenden Freiämter Aufstellung nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Die Ringer vom Fusse des Napfs konterten das taktische Spiel der Aargauer mit einer Topleistung auf der Matte. Im Schwingerduell bis 96 kg Freistil unterlag Pascal Gurtner dem Hergiswiler Martin Suppiger nach einem gravierenden Kampfrichterfehler 0:7. Freiamt verlor weitere Schlüsselkämpfe, und auch der Zuzug des schwedisch-schweizerischen Doppelbürgers Dennis Vollenweider bewirkte nichts. Immerhin gewann der reaktivierte Freiämter Reto Gisler bis 84 kg Freistil mit viel Glück gegen Benno Jungo. Damit besteht für die Aargauer noch die leise Hoffnung, im Rückkampf die Wende zu schaffen. Doch Hergiswil steht bereits mit einem Bein im Final.

Pech für Kriessern
Noch völlig ist der zweite Halbfinal. Willisau geriet vor eigenem Publikum nach sechs Einzelkämpfen 8:15 in Rückstand. Überraschend verlor der Internationale Jonas Bossert gegen Damian Dietsche in der 84-kg-Greco-Klasse 1:6. Danach lancierte Roger Heiniger mit einem Schultersieg gegen David Hungerbühler die Aufholjagd. Im Schlusskampf bis 74 kg Greco stand der Ausgang der Begegnung auf Messers Schneide. Doch dann zog sich der Kriessener Mirco Hutter bei einem eigenen Angriff eine schwere Knieverletzung zu und musste aufgeben. Dadurch gelang den Luzernern die Überraschende Wende. Bei nur zwei Punkten bleibt aber für den Rückkampf alle offen.

Einsiedeln Nationalliga-B-Meister
In der Nationalliga B gewann Einsiedeln auch den zweiten Finalkampf gegen Oberriet-Grabs. Damit stehen die Schwyzer zum vierten Mal in Serie als NLB-Meister fest. An den nächsten zwei Samstagen kommts einmal mehr zum Auf-/Abstiegskampf gegen den NLA-Letzten Brunnen. Diesmal liegt die Favoritenrolle bei den Klosterdörflern.

(wr)

 

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