Hohe Halbfinalsiege für Hergiswil und Willisau

Der Final in der Mannschaftsmeisterschaft der Ringer steht schon nach den Halbfinal-Hinkämpfen so gut wie fest. In einer attraktiven Doppelveranstaltung in Willisau gewannen Hergiswil (gegen Qualifikationssieger Kriessern) und Willisau (gegen Schattdorf) überlegen. Hergiswil reist am nächsten Samstag mit einer 24:12-Führung in die Ostschweiz, Willisau gar mit einer 26:11-Reserve ins Urnerland.
Marco Riesen (oben) gewann das 97-kg-Freistilduell gegen Schattdorfs Schwingerspezialisten Elias Kempf (nicht im Bild) vorzeitig mit 16:0 Wertungspunkten. (Archivbild: wr)

Der deutliche Willisauer Heimsieg über Schattdorf durfte aufgrund der klaren zwei Siege des Rekordmeisters in der Qualifikation erwartet werden. Der Triumph der Hergiswiler mit einem Dutzend Mannschaftspunkten Differenz überraschte jedoch. Der Meister der Jahre 2012 und 2013 zaubertefür die entscheidende Meisterschaftsphase wie erwartet eine finalwürdige Aufstellung auf die Waage respektive Matte. Kriessern haderte hingegen mit dem Schicksal, dass sein Leichtgewichter mit Doppellizenz, Urs Wild, für sein NLB-Stammteam Weinfelden den entscheidenden Abstiegsrückkampf zu bestreiten hatte. Den Nuller zum Auftakt verdauten die St. Galler Rheintaler hingegen schlecht. Hergiswil zog bis zur Pause auf 15:4 davon. Seinen Anteil an diesem Vorsprung hatte auch Hergiswils Schwingereidgenosse Martin Suppiger, der bis 100 kg Freistil den Bündner in Kriessener Diensten, Sandro Moser, mit 16:3 Wertungspunkten dominierte und dafür 3:1 Mannschaftspunkte gutgeschrieben erhielt.

Brillantes Comeback von Thomas Suppiger
Spitzenringer Thomas Suppiger, der sich vor zweieinhalb Monaten beim Nationalturnen eine Bänderverletzung am Fuss zugezogen hatte, gab ein beeindruckendes Comeback. Bis 86 kg Greco zerzauste er Jürg Hutter 17:0 und ebnete den Weg definitiv für einen überlegenen Sieg für Hergiswil in der Willisauer BBZ-Halle. Kriesserns Schachzug, den Greco-Internationalen Damian Dietsche bis 80 kg Freistil antreten zu lassen, ging nicht auf. Er verlor gegen Hergiswils Doppellizenzringer Benno Jungo von Sense 2:4. Trotz zweier abschliessender Punktesiege für Kriessern summierte sich so eine kaum mehr wettzumachende 12:24-Auswärtsschlappe. Diese Reserve dürfte den Napf-Ringern für den Rückkampf ausreichen, wenn die Ringergötter nicht verrückt spielen.

Willisau erfüllte die Erwartungen
Mehr oder minder im Soll blieb Finalanwärter Willisau gegen Schattdorf. In der Qualifikation hatten die Luzerner Hinterländer noch deutlicher gewonnen. Im vorgezogenen Halbfinal-Heimkampf verloren Kilian Aregger (gegen Simon Gerig) und Roger Heiniger (gegen Mateo Dodos) eher überraschend. Deshalb beschränkten die Urner den Schaden minim auf 11:26, doch grossen Hoffnungen darf sich das Team von Michael Jauch keinen hingegen, obwohl ihr Trainer im Schwingerduell bis 130 kg Greco gegen Martin Steiner, der von Brunnen ins Willisauer Team rückte, 7:2 gewann. Für Willisau ins Gewicht fielen die überlegenen Siege der Internationalen Marco Riesen, Stefan Reichmuth und Jonas Bossert, die dem Team elf Mannschaftspunkte einbrachten. Der zweite Schwinger im Urner Team, Elias Kempf, blieb gegen Marco Riesen erwartungsgemäss chancenlos, wie die 0:16 Wertungspunkte belegen. Hingegen verlor Schattdorfs Internationaler Nicolas Christen bis 74 kg Greco gegen Willisaus Junioreninternationalen Samuel Scherrer 4:8.
Mit 15 Punkten Differenz wird der Rückkampf am nächsten Samtag in der Schattdorfer Grundmatthalle (Beginn um 20 Uhr) lediglich noch zur Pflichtaufgabe. In der Nationalliga B hat Brunnen gegen Oberriet-Grabs erwartungsgemäss den Ligatitel gewonnen. Die Schwyzer treffen damit in der Barrage auf den Letzten der obersten Klasse, die Ringerriege Einsiedeln. 

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