Ringen: Kriessern und Hergiswil im Final

In einem spannenden Halbfinal-Rückkampf gegen Willisau hat sich Kriessern die Finalteilnahme gegen Hergiswil gesichert. Damit stehen sich im Titelkampf die beiden zu Saisonbeginn favorisierten Teams gegenüber.
Pascal Gurtner (links) genügte eine 6:1-Führung in der zweiten Runde nicht zum Sieg über Martin Suppiger. (Foto: Wolfgang Rytz)

Willisau hat in der Qualifikation falsch gepokert. Der Luzerner Rekordmeister provozierte mit einer Niederlage gegen Freiamt das Halbfinalduell gegen die St. Galler Rheintaler. Trotz des 21:19-Hinkampf-Sieges ging die Rechnung am Schluss nicht auf. Kriessern reaktivierte seinen 84-kg-Greco-Spezialisten Mario Baumgartner, der mit seinem Sieg über den Internationalen Jonas Bossert die Entscheidung für den Meister von 2011 einleitete.

Im anderen Halbfinal gelang Freiamt keine Rehabilitation für die 16:24-Heimschlappe gegen Hergiswil. Der Meister siegte zu Hause nicht überraschend 26:14, wobei wie im Hinkampf ein äusserst schwacher Kampfrichter die Akzente setzte. Entscheidend war aber trotzdem die ringerische Überlegenheit der Napf-Ringer. Im Schwingerduell verlor Pascal Gurtner erneut, obwohl er bis 75 Sekunden vor Ende 6:1 geführt hatte. Doch dann wendete Martin Suppiger mit einem umstrittenen Beinangriff das Blatt auf 9:6. Das Freiämter Lager beklagte beim Kampfrichter vergeblich einen verbotenen Schmerzgriff.

Einsiedeln mit einem Bein in der Nationalliga A
Gleich mehrere Schwinger standen beim Auf-/Abstiegskampf zwischen dem NLA-Letzten Brunnen und dem NLB-Meister Einsiedeln auf der Matte. Dabei gewann Sven Neyer das 120-kg-Greco-Duell gegen Brunnens Altmeister Daniel Suter 6:3. Im 96er-Duell im freien Stil schulterte Martin Steiner den Einsiedler Erich Bisig.

Einsiedeln feierte in den unteren Gewichtsklassen fünf überlegene Siege und legte damit die Basis zum 25:13-Mannschaftssieg. Die Klosterdörfler stehen also mit einem Bein in der Nationalliga A.

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