Ringen NLA: Halbfinals stehen fest

Nach der 9. Runde der NLA-Meisterschaft der Ringer, sind alle Entscheidungen gefallen. Willisau schonte seine angeschlagenen Ringer im Heimkampf gegen Erzrivale Freiamt. Damit lauten die Halbfinal-Paarungen Kriessern gegen Willisau und Freiamt gegen Hergiswil.
Der Freiämter Manuel Stierli (blaues Dress) wirbelte den Willisauer Routinier Felix Scherrer im Greco-Kampf bis 96 kg durch die Luft und siegte vorzeitig. (Bild: Wolfgang Rytz)

Im bisherigen Saisonverlauf erwies sich Willisau als stärkster Herausforderer von Kriessern. Die Luzerner Hinterländer haben in den letzten Jahren eine junge durchschlagskräftige Mannschaft aufgebaut. Mit einem weiteren Sieg über Freiamt hätten sie sich den zweiten Rang nach der Qualifikation gesichert. Doch dadurch wäre ein Halbfinalduell gegen Nachbar Hergiswil möglich geworden. Dies wollte Willisau verhindern.

Vier Teamschützen schauten zu
Deshalb schonte der Rekordmeister gegen Freiamt vier Teamstützen. Die Aargauer nützten die Gunst der Stunde und gewannen sieben von zehn Einzelkämpfen. Mit dem 25:16-Gesamtsieg machte Freiamt die 17:21-Vorrundenniederlage wett und überflügelte Willisau definitiv. Dies war das offensichtliche Ziel des Rekordmeisters. „Kriessern liegt uns“, hatte Präsident Werner „Puma“ Bossert schon im Vorfeld gesagt.

Dreimal Freiamt - Hergiswil
Der Halbfinal zwischen Willisau und Kriessern verspricht höchste Spannung. Diese beiden Teams verfügen zurzeit über die ausgeglichensten Kader. Dieses Duell hätten sich viele Ringerfreunde als Final gewünscht. Im zweiten Halbfinal werden sich nun Freiamt und Hergiswil gegenüber stehen. Weil diese Paarung auch in der letzten Qualifikationsrunde auf dem Programm steht, messen sich diese Teams gleich dreimal hintereinander, wobei das erste Duell ein Vergleich zwischen zwei Reserveteams werden könnte.

Schwingersiege
In den restlichen Begegnungen der neunten Runde kamen die Schwinger auf der Ringermatte mehrheitlich zu Siegen. Für Schattdorf besiegte Michael Jauch Akos Korica 3:0. Dennoch gewann Hergiswil seinen Auswärtskampf im Urnerland problemlos 26:12. Dazu trug auch Martin Suppiger mit einem 12:0-Überlegenheitssieg gegen Dvorak Bence bei. Für Brunnen kam Martin Steiner zu einem kampflosen Sieg, weil der Kriessener Mirco Moser verletzt ist. Hingegen besiegte der Bündner Freistilspezialist Sandro Moser für die St. Galler Rheintaler den jungen Schwinger David Suter durch technische Überlegenheit. Leader Kriessern gewannen die Begegnung in Brunnen 31:8.

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