Überraschungsfinal in der Luft

Im Halbfinal-Hinkampf sind Einsiedeln und vor allem Meister Kriessern über sich hinausgewachsen. Qualifikationssieger Willisau verlor bei den Klosterdörflern 17:21. Titelverteidiger Kriessern fertigte die Aargauer nach einem Blitzstart 24:13 ab. Den NLB-Titel sicherte sich überraschend Brunnen.
Im 130-kg-Greco-Kampf besiegte Junioren-Vizeweltmeister Ramon Betschart ((hinten) den Freiämter Schwinger Adrian Wetzstein innert zweier Kampfminuten 15:0. (Foto: wr)

Im Duell zwischen Qualifikationssieger Willisau und Einsiedeln standen keine Schwinger auf der Matte. Für die Luzerner gewann in der ersten Hälfte nur der Internationale Stefan Reichmuth, der sich aber gegen den Ukrainer Andrei Vishar mit einem 7:2-Punktesieg begnügen musste. So führte der Qualifikationsvierte nach fünf Mattenduellen 13:6. In der zweiten Hälfte bäumte sich Titelanwärtner Willisau auf und reduzierte den Rückstand auf 17:21, obwohl der Russe Saifulla Awtorkanow im Team von Einsiedeln seinen Gegner Kilian Aregger 16:0 von der Matte fegte. Dies gelang aber auch dem Willisauer Altinternatinalen Jonas Bossert gegen Matthias Käser. Dazu gewann Willisaus Michael Portmann das Nachwuchsduell gegen Yves Müllhaupt überraschend klar 6:1. Damit bleibt den Luzernern die Hoffnung, mit einer Topleistung am nächsten Samstag zu Hause den Final doch noch zu bewerkstelligen. Favorit in diesem Duell ist nun aber Einsiedeln.

Freiamt kalt erwischt
Nach starken Leistungen in der Qualifikation und 3:1 Punkten gegen Kriessern glaubte Freiamt an seine Chance im Halbfinal. Aber die St. Galler Rheintaler duschten die Aargauer eiskalt. Der von Weinfelden zugezogene Leichtgewichter Urs Wild konterte den Freiämter Junioren Nils Leutert abgebrüht und feierte nach einem 0:4-Punkterückstand einen Schultersieg. Dann überfuhr Junioren-Vizeweltmeister Ramon Betschart den Freiämter Schwinger Adrian Wetzstein innert nur 122 Sekunden mit 15:0 Wertungspunkten. Vom 0:8-Rückstand nach zwei Kämpfen erholte sich der vermeintliche Finalanwärter nicht mehr. "Die Ausgangslage war ausgeglichen, doch wir kamen dank der Routine des Altinternationalen Urs Wild sehr gut in Fahrt", kommentierte Kriesserns Trainer Hugo Dietsche die einseitige Begegnung. Mit einem 24:13-Sieg können sich die Ostschweizer bereits auf den Final vorbereiten, obwohl Dietsche warnt: "Für mich ist der Halbfinal noch nicht fertig.

Im Nationalliga-B-Final drehte Brunnen den Final gegen das Team Wallis dank eines 24:13-Heimsieges. Somit kommts in der Barrage zwischen dem NLB-Meister und dem Sechsten der Nationalliga A zum Innerschweizer Duell zwischen Brunnen und Schattdorf.

Nationalliga A, Halbfinal-Hinkämpfe
Einsiedeln - Willisau 21:17 (13:6)
Kriessern - Freiamt 24:13 (13:6)

Halbfinal-Rückkämpfe (Samstag, 1. Dezember, je 20 Uhr)
Willisau - Einsiedeln
Freiamt - Kriessern

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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