Willisau auf dem Weg in den Final

Die Willisauer Ringer sind auf ihrem Weg zum Titelgewinn nicht aufzuhalten. Obwohl die Luzerner nicht mit der bestmöglichen Aufstellung antraten, gewannen sie den ersten Halbfinal in Einsiedeln 25:12. Freiamt schien beim Pausenstand von 13:4 einem klaren Heimsieg gegen Meister Kriessern entgegenzusteuern. Doch in der zweiten Hälfte enttäuschten die Freiämter Routiniers. Die St. Galler Rheintaler kamen auf 17:19 heran und gehen damit zuversichtlich in den Rückkampf zu Hause. Oberriet-Grabs gewann den NLB-Titel.
Jeremy Vollenweider (links) verlor für Freiamt den 97-kg-Freistilkampf gegen Jürg Hutter 1:4. (Foto: wr)

Weil Kriessern überraschend der Weinfelder Urs Wild nicht zur Verfügung stand, liebäugelte Freiamt mit einem deutlichen Heimsieg. Die erste Hälfte gelang den Aargauern tatsächlich ideal. Die Leutert-Zwillinge Nils und Nino fegten ihren Gegner vorzeitig von der Matte und hatten wesentlichen Anteil an der 13:4-Pausenführung. Ringerschwinger Jeremy Vollenweider agierte bis 97 kg Freistil gegen Jürg Hutter unglücklich und verlor mit 1:4-Wertungspunkten. Dagegen gewann Schwinger und Greco-Spezialist Roman Zurfluh gegen den Altinternationalen Damian Dietsche bis 130 kg Greco 5:2. Im attraktiven 65-kg-Freistilkampf revanchierte sich EM-Bronzegewinnen Randy Vock mit 8:4 an Dominik Laritz für die Niederlage drei Wochen zuvor.
In der zweiten Hälfte gab Olympionike Pascal Strebel sein Comeback. Das Kampfrichtertrio schien etwas dagegen zu haben und bremste ihn beim 12:2-Punktesieg offensichtlich. Auch die Altmeister Reto Gisler und Andrey Malzew haderten mit den Unparteiischen. Andererseits hätte der Mattenkampfrichter bei beiden auf eine Schulterniederlage entscheiden können. Das 1917 für Freiamt schmeichelt dem verjüngten Kriessener Team und gibt ihm für den Rückkampf Aufschwung. Die Freiämter, die den Final in diesem Jahr weit mehr anstreben, stehen jetzt noch mehr unter Druck.

Willisau unangetastet
Wie von Trainer Urs Bürgler befürchtet, stand Einsiedeln gegen Willisau klar auf verlorenem Posten. Schon nach den ersten fünf Mattenduellen führte der Meisteranwärter 13:6, obwohl Willisau in der untersten Gewichtsklasse 0:4 Mannschaftspunkte kassierte. Aber Timon Zeder, Stefan Reichmuth und Delian Alishahi gewannen überlegen und korrigierten den Fehlstart. In der zweiten Hälfte kamen vier weitere Willisauer Einzelsiege hinzu, womit das Schlussresultat mit 25:12 standesgemäss ausfiel. Der Rückkampf vor eigenem Publikum dürfte für Willisau Formsache sein. Mit diesem überragenden Kader wäre alles andere als die Finalqualifikation ein sportliches Fiasko.

In der Nationalliga B gewann Oberriet-Grabs auch den Rückkampf gegen das Team Wallis und sicherte sich den NLB-Meistertitel mit einem Total von 47:26. Die St. Galler Rheintaler bestreiten nun gegen den NLA-Letzten das Barrageduell um den sechsten NLA-Platz. Bronze sicherte sich Brunnen gegen Ufhusen. Aus der NLB absteigen muss Thalheim. Die Aargauer verloren den Vergleich mit Aufsteiger Tuggen 32:37.

 

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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