Willisau gibt Freiamt Tarif bekannt

Zum Abschluss der Qualifikationshinrunde besiegte Meister Willisau zu Hause den weiter erstarkten Herausforderer Freiamt überraschend klar 19:14. Gar mit 23:14 hielt Kriessern vor heimischem Publikum Einsiedeln auf Distanz. Damit zeichnen sich als Halbfinalkämpfe wie im Vorjahr Willisau - Einsiedeln und Freiamt - Kriessern ab.
Der aktuell einzige Ringerschwinger in der Nationalliga A, Roman Zurfluh (links) im Team von Freiamt, blieb gegen den körperlich überlegenenen Delian Alishahi bis 130 kg Greco chancenlos und sah sich nach viereinhalb Minuten 0:15 ausgepunktet. (Foto: wr)

Mit einer solch' starken Willisauer Aufstellung hatte Freiamt nicht gerechnet. Doch Meistertrainer Thomas Bucheli wollte die in den ersten zwei Runden überzeugenden Aargauer überraschen und besiegen. Dieses Vorhaben gelang eindrücklich. Die Leistungsträger Michael und Tobias Portmann, Jonas Bossert, Samuel Scherrer und Delian Alishahi zeigten eine "Topleistung" wie Bucheli lobend festhielt.
Demgegenüber sahen sich einige Freiämter Spitzenkräfte wie Magomed Aischkanow, Randy Vock und Pascal Strebel durch ringerische Klasse der Luzerner geschlagen. "Wir haben noch nicht bestmöglich aufgestellt und hatten in einigen Duellen einen Gewichtsnachteil", versuchte Freiamts Trainer Marcel Leutert die Schlappe zu erklären. Matchwinner bei den Luzernern war vor 550 Zuschauern Michael Portmann, der im Greco-Kampf bis 70 kg den bis anhin stark ringenden Michael Bucher mit 16:0 innert gut zweier Minuten zerzauste. Weil auch Freiamts Ringerschwinger Roman Zurfluh gegen Alishahi vorzeitig kapitulieren musste, half auch der 16:0-Überlegenheitssieg des Aargauers Marc Weber nicht mehr weiter. Unter dem Strich gewannen die Willisau Lions sechs der zehn Einzellkämpfe und damit die spannenden, phasenweise auch hochstehende Begegnung 19:14. "Kompliment an meine Mannschaft, das war eine schöne Steigerung gegenüber den ersten beiden Runden", strahlte Bucheli. Sein Antipode Leutert dagegen ärgerte sich über die oftmals defensiv eingestellten Willisauer, sieht aber keinen Grund zur Panik: "Die Niederlage verunsichert uns nicht, beide Teams haben noch einige Varianten für die nächsten Begegnungen."

Einsiedelns Dämpfer zu Beginn
Im Duell zwischen Kriessern und Einsiedeln war die Entscheidung zur Halbheit beim Stand von 11:9 für die St. Galler Rheintaler noch nicht gefallen. Erneut schonte Kriessern seinen Internationalen Ramon Betschart, während bei Einsiedeln Schwergewichter Boris Illenseer fehlte. Für Einsiedeln machte sich die Nomination von Mittelgewichter Andreas Burkard bis 97 kg Freistil nicht bezahlt. Er verlor gegen Kriesserns Co-Trainer Damian Dietsche, einen Greco-Spezialisten, 1:8. Für die Überraschung des Abends sorgte bis 57 kg Freistil Kriesserns Patrick Bättig der den favorisierten Dany Kälin beim Stande von 10:8 schulterte. Dieser Dämpfer im ersten Kampf wog für die Schwyzer Gäste schwer.
In der zweiten Hälfte trumpften dann Kriesserns Siegringer Marc Dietsche, David Hungerbühler und Fabio Dietsche mit hohen Siegen auf, womit sich die Differenz auf 23:14 Mannschaftspunkte erhöhte. Der überraschend klare 12:0-Erfolg von Einsiedelns Kaderringer Yves Neyer gegen Tobias Betschart in der Klasse bis 80 kg Freistil bedeutete nur noch Schadensbegrenzung. 

3. Runde Nationalliga A
Willisau Lions - Freiamt 19:14 (9:8)
Kriessern - Einsiedeln 23:14 (11:9)

Rangliste (je 3 Kämpfe)
1. Willisau Lions 6 (62:43)
2. Freiamt 4 (64:40)
3. Kriessern 2 (47:59)
4. Einsiedeln 0 (40:71)

4. Runde (Samstag, 26. September, je 20 Uhr)
Freiamt - Willisau Lions (in Auw)
Einsiedeln - Kriessern

 

 

   

Im Artikel erwähnt: 

Wolfgang Rytz

Redaktion

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