Matthias Siegenthaler: Schwinger der Woche

Der Emmentaler Offensivschwinger Matthias Siegenthaler hat bewegende Wochen hinter sich. Im Interview verrät er, dass am Berner Kantonalen nach der Halbzeitführung noch mehr drin gelegen wäre.
Einer der offensivsten und deshalb populärsten Schwinger im Lande: Matthias Siegenthaler.

Matthias Siegenthaler, Sie haben bewegende Wochen hinter sich, mitten in der Kranzfestsaison fielen sie verletzt aus?
Matthias Siegenthaler: Am Emmentalischen in Trub verletzte ich mich am Innenband am Knie. Dies zwang mich zu sechs Wochen Pause. Das war ärgerlich.

Ihr Comeback gaben Sie als Gast am Nordostschweizerischen Schwingfest in Gais, mit Erfolg?
Siegenthaler: Das Training im Sägemehl fehlte mir zwar, doch sonst konnte ich gut trainieren, sodass ich zuversichtlich ins Appenzellerland reiste. Mit meinem gezeigten Wettkampf und dem Kranzgewinn war ich bei meinem Comeback zufrieden.

Auf der Rigi schaute 14 Tage später gar der Ehrenplatz heraus?
Siegenthaler: Auf der Rigi lief es wie bislang die ganze Saison, diejenigen Gegner, die ich nehmen muss, bezwang ich. Gegen die Gleichwertigen schauten gestellte Gänge heraus. So reicht es zwar zu einer guten Platzierung, nicht aber zum Sieg. Für uns Berner als Team war es natürlich ein traumhafter Tag mit elf Kränzen, zudem bekommt man nur selten eine Startgelegenheit an den auswärtigen Bergfesten.

Am eigenen Kantonalen in Niederscherli führten Sie zur Halbzeit gar die Rangliste an?
Siegenthaler: Dies bereits zum dritten Mal. In Adelboden und im Vorjahr in Herzogenbuchsee hatte ich am Mittag jeweils 30 Punkte auf dem Konto, heuer 29,75 Zähler. Der Nachmittag verlief dann nicht mehr ganz nach Wunsch. Ich wollte noch zwei Gänge gewinnen, was mir nicht gelang. Im letzten Gang gegen Simon Anderegg verlor ich rasch, dort wäre mehr möglich gewesen.

Welche Anlässe bestreiten Sie jetzt noch?
Siehenthaler: Nun folgt der Brünig-Schwinget. Dann stehen noch diverse Rangfeste bevor. Zwei solche Regionale-Anlässe möchte ich schon noch bestreiten, als Training vor dem ESAF in Burgdorf.

Zudem sind Sie zwei Tage vor dem Berner Kantonalen noch Vater geworden, strenge Tage für Sie derzeit?
Siegenthaler: Im Vordergrund steht die Freude über unseren Nachwuchs. Meine Freundin ist nun wieder zu Hause, Sohn Jimmy ist noch im Spital, weil er zu früh auf die Welt kam, aber er nimmt täglich zu.

  

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