Schwinger der Woche: Edi Philipp

Sechs Wochen vor dem Auftakt der Kranzfestsaison hat der 36-jährige Bündner Edi Philipp seinen Rücktritt erklärt. Mit seiner stets fairen und aufgestellten Art war er ein Vorbild auf den Schwingplätzen.
Mit Edi Philipp (oben, gegen Urs Abderhalden) verliert der Nordostschweizer Schwingerverband eine langjährige Stütze.

Mit dem Rücktritt von Edi Philipp wird der Nordostschweizer und der Bündner Schwingerverband kurz vor dem Saisonbeginn erheblich geschwächt. 1998 in St. Gallen gewann der Turnerschwinger seinen ersten Kranz. Diesen bestätiget er einen Monat später beim Heimspiel, am Bündner-Glarner, in Grüsch. Edi Philipp gewann in seiner langen Laufbahn insgesamt 81 Kränze, wovon vier eidgenössischer Prägung.

Lieblingsfest Schwägalp
Der Kranzgewinn am 1. September in Burgdorf und das Duell im achten Gang, gegen Christian Stucki, sollte sein letzter Auftritt sein. Bemerkenswert ist auch Philipps Leistung auf der Schwägalp, wo er nicht weniger als acht Mal den Kranz erkämpfte. Mehr Schwägalpkränze hat nur Arnold Forrer vorzuweisen. Edi Philipp gewann alle Teilverbandskränze und bis auf den Stoos auch alle Bergfest-Auszeichnungen. 

Herber Verlust für den NOS-Verband
Mit dem Rücktritt des Bündners sind noch 57 Eidgenossen Aktiv, wovon 17 Nordostschweizer. Im jenem Verband ist Edi Philipp der dritte namhafte Rücktritt nach den beiden St. Gallern Jakob Roth und Peter Bühler. In den Reihen des Bündner Schwingerverbandes hat nach den Rücktritten von Toni Rettich, Reto Attenhofer, Stefan Fausch und nun Edi Philipp ein kompletter Umbruch stattgefunden. Ein Interview mit dem Unterlandquarter, der am Frühjahrsschwinget in Untervaz, am 13. April, von seinem Schwingklub offiziell verabschiedet wird, folgt zum Ende der Woche.

Im Artikel erwähnt: 

Kommentare