Schwinger der Woche: Interview Bösch

Der Toggenburger gewann den letzten Freiluftanlass der Saison 2018. Im Interview blickt er auf seine spezielle Beziehung zum Olma-Schwinget und auf das zurückliegende Jahr im Kurzholz zurück.
Bei seiner Aufholjagd besiegte Daniel Bösch (oben) am Olma-Schwinget auch den Appenzeller Urs Giger. Bild: Lorenz Reifler.

Daniel Bösch, was bedeutet Ihnen der Sieg zum Saisonausklang in St. Gallen?
Daniel Bösch: Ein Sieg im eigenen Kanton ist immer etwas spezielles, zumal mir der Sieg am Olma-Schwinget in meinem Palmares noch fehlte.

Jedoch schnupperten Sie schon einmal am Olma-Sieg.
Bösch: Stimmt. Das ist schon eine Weile her. 2006 bei meiner ersten Teilnahme erreichte ich als 18-jähriger den Schlussgang. Dort musste ich dann aber Schwingerkönig Arnold Forrer den Vortritt lassen.

Wie beurteilen Sie die Tagesleistung?
Bösch: Ich bin etwas harzig gestartet mit einem Gestellten gegen Marcel Bieri, doch konnte ich mich danach steigern. Auch lief es dann für mich, nahmen sich doch weitere Mitfavoriten mit Gestellten gegenseitig aus der Entscheidung. 

Im Schlussgang ging alles sehr schnell.
Bösch: Ich habe alle Kraft in diesen ersten Zug gesteckt und dies ist sich aufgegangen. Ich stellte diesen Herbst an einem Rangschwinget in Gelterkinden zwei Mal gegen Nick Alpiger und wusste, dass er defensiv stark ist.  

Wie beurteilen Sie ihre Saisonleistung insgesamt?
Bösch: Nach einer Verletzung am Meniskus musste ich zu Beginn des Jahres drei Monate pausieren und startete verspätet in die Saison. Mit acht Kränzen ziehe ich ein zufriedenes Fazit. Die Viertelpunkte waren heuer nicht immer auf meiner Seite, aber das gehört zum Sport und gleicht sich über die gesamte Laufbahn wieder aus.

Welches waren die Highlights aus sportlicher Sicht?
Bösch: Sicherlich das eigene Kantonale in Tübach, das ich im Rang 1b beenden konnte. Trotz Niederlage im Schlussgang gegen Samuel Giger bin ich auch mit meinem Gezeigten auf der Schwägalp sehr zufrieden. 

Machen Sie jetzt eine schwingerische Pause?
Bösch: Nein. Das Training hatte ich in den letzten Wochen bereits heruntergefahren. Schon in einer Woche geht es wieder los mit dem Aufbau für die Saison 2019. Technik, Krafttraining und Kondition stehen anfänglich im Vordergrund. 

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Jakob Heer

Redaktion

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