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Schwinger der Woche: Interview Giger

Samuel Giger ist der zweite Schwinger der Woche nach der Corona-Pause. Im Wochen-Interview gibt er Antworten zu den Fragen vom SCHLUSSGANG.
Samuel Giger (oben, gegen Joel Strebel) ist der aktuelle Schwinger der Woche. (Foto: Pascale Alpiger)

Samuel Giger, herzliche Gratuation zum Sieg am Solothurner Ehrentag. Wie haben Sie den Wettkampf erlebt?
Samuel Giger: Zuerst einmal Dankeschön für die Gratulation. Es für mich ein guter Wettkampf, auch das Wetter hat gepasst. Zudem war der ganze Anlass sehr gut organisiert. Ich habe den Wettkampf insgesamt als sehr positiv erlebt und es war schön, wieder einmal ein Schwingfest bestreiten zu dürfen.

Schlussganggegner Joel Strebel hatten Sie schon im vierten Gang bezwungen. Wie war die Taktik im Schlussgang?
Giger: Das Ziel war schon, dass ich auf Sieg schwinge. Ich wollte aber nicht zu kopflos angreifen, weil Joel Strebel ein sehr guter Standschwinger ist. Die Taktik ging für mich perfekt auf.

Der Kanton Solothurn scheint ein gutes Pflaster für Sie. Können Sie sich das erklären?
Giger: Das ist sicher speziell, aber ich denke das ist eher ein Zufall. Wenn ich im Kanton Solothurn angetreten bin, habe ich auch immer einen guten Tag eingezogen. Das ist nicht selbstverständlich, denn es braucht auch noch Wettkampfglück.

Nachfragen müssen wir natürlich auch wegen dem ersten Gang. Wie haben Sie das Duell mit Nick Alpiger erlebt?
Giger: Es war ein schwieriger Gang. Ich habe auch den Schlussgang vom Aargauer Kantonalfest von ihm gegen Christian Stucki gesehen. Ich wusste, dass das Greifen schwierig wird. Es war eine komplizierte Ausgangslage: Wen er mich greifen lässt, passt es ihm nicht, wenn ich ihn greifen lasse, passt es mir nicht.

Die Vorbereitung war sehr speziell wegen Corona. Wie ist Ihr Aufbau für diese Saison geplant? Liegt der Fokus auf dem Kilchberger Schwinget?
Giger: In der Zeit, in der das Training im Sägemehl nicht möglich war, habe ich die Vorbereitung so gestaltet, dass Kondition und Kraft im Vordergrund stand. Als es wieder möglich war im Sägemehl zu trainieren, war es herantasten. Zuerst mit Schulschwingen und dann erst Wettkampftraining. Der Kilchberger Schwinget ist sicherlich der Saisonhöhepunkt für mich, aber ich versuche von Schwingfest zu Schwingfest zu schauen. Zudem möchte ich jeden Wettkampf geniessen, denn es ist ja nicht selbstverständlich, dass wir unsere Leidenschaft ausüben dürfen.

Noch ist vieles ungewiss wegen Corona. Zudem dürfte es auch viele Schwingfeste ohne Zuschauer geben. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?
Giger: Ich habe mir auch schon vorgstellt, wie es ist, ohne Zuschauer zu schwingen. Ich stelle mir das sehr speziell vor. Allerdings bringt nicht so viel, wenn ich mir darüber zu viele Gedanken mache. Ich muss jeden Wettkampf so nehmen wie er kommt.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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