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Schwinger der Woche: Interview Käser

Der aktuelle Schwinger der Woche heisst Remo Käser. Der SCHLUSSGANG hat dem Eidgenossen und Sieger vom Südwestschweizer Schwingfest 2021 einen Tag nach seiner eindrücklichen Rückkehr ins Sägemehl befragt. Heute wird das Interview zum Schwinger der Woche aufgeschaltet.
Remo Käser nach seinem Sieg am Südwestschweizer Schwingfest am vergangenen Sonntag in Oron-la-Ville. (Foto: Anne Cardinaux)

Remo Käser, herzliche Gratulation zum Sieg in Oron-la-Ville. Wie haben Sie den Tag erlebt?
Remo Käser: Danke vielmals. Am Schwingfest selber habe ich mich sehr gut gefühlt, wobei ich vor dem ersten Gang etwas nervös war. Ich hatte letzte Woche eine gute Vorbereitung mit einem optimalen Training. Mein Ziel war es das Risiko zu suchen, manchmal zahlt sich dies, manchmal weniger. In Oron-la-Ville gelang dies für mich optimal.

Es war ja Ihr erstes Schwingfest seit der Coronapause. Wie ging es mit dem Rhythmus?
Käser: Ich ging unbeschwert in den Wettkampf, das hat mir sicherlich geholfen. Das erschwungene Resultat zeigt mir auf, dass ich auf einem gutem Weg bin. 

Viele Schwinger haben ein Regionalfest vor dem ersten Kranzfest bestritten. Wieso Sie nicht?
Käser: Ich wäre sehr gerne an eines dieser Regionalfeste gegangen. In einem Kadertraining erlitt ich jedoch bei einem Sprint eine Bauchmuskelzerrung und wollte nichts riskieren. Ich sagte mir, lieber zwei, drei Wochen Pause statt ein Einsatz mit Beschwerden. 

Wie haben Sie sich auf die laufende Saison vorbereitet?
Käser: Ich habe davon profitieren können, dass ich mich in einer starken Trainingsgruppe mit Lario Kramer, Patrick Schenk und Stefan Studer befinde. Wir fördern uns gegenseitig und dies war in den letzten Monaten sicherlich sehr hilfreich.

Trotz Wettkämpfen ist der Schwingsport von der Normalität noch weit entfernt. Wie gehen Sie damit um?
Käser: Im Vorfeld dachte ich, dass mich die fehlenden Zuschauern stören könnten. Doch ein Hindernis war es nicht für mich, wobei man natürlich sagen muss, dass in Oron-la-Ville ja 500 Zuschauer anwesend waren. Ich konnte mich vor jedem Gang gut vorbereiten, auch mental. Aber natürlich wird mir die Stimmung in der Arena schon fehlen bei den kommenden Anlässen ohne Zuschauer, ich spüre diese Unterstützung von aussen jeweils gerne. Man muss aber bedenken, dass es allen gleich geht.

Ihre Einsätze folgen nun Schlag auf Schlag. Auf was freuen Sie sich besonders?
Käser: Das Berner Kantonalschwingfest ist immer etwas Spezielles, auch auf die Bergkranzfeste freue ich mich sehr. Der Kilchberger Schwinget ist sportlich aber sicher der Höhepunkt. Dort trifft man den ganzen Tag auf starke Gegner, egal was zuvor lief. Noch ist der Kilchberger aber noch weit weg, umso wichtiger ist es, dass ich jetzt gesund bleibe und von Fest zu Fest schaue.

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