Schwinger der Woche: Interview Reichmuth

Der aktuelle Schwinger der Woche heisst Pirmin Reichmuth. Beim fünften Fest nach seinem Comeback nach über zweijähriger Wettkampfpause gewann er bereits zum dritten Mal.
Pirmin Reichmuth (oben, gegen Patrick Schmid) ist in toller Frühjahresform. (Foto: Lorenz Reifler)

Pirmin Reichmuth, der Sieg am Hallenschwinget in Sarnen war überzeugend. Was bedeuten Ihnen solche Anlässe?
Pirmin Reichmuth: Das letzte Mal war ich 2013 in Sarnen und nun bin ich natürlich sehr glücklich, dass ich den Anlass erstmals gewinnen konnte. Es war eine sehr gute Standortbestimmung. Und man sieht dadurch auch, wo man unter Wettkampfbedingungen steht. Zudem ist der Hallenschwinget Sarnen auch immer sehr gut besetzt.

Zuletzt hatten Sie eine dreiwöchige Pause wegen einer Fingerverletzung. Wie ging es im Wettkampf?
Pirmin Reichmuth: Beim Schwingen habe ich nichts gespürt. Vor- und nachher habe ich es ein bisschen bemerkt. Aber weitere Pausen muss ich wegen der Fingerverletzung nicht mehr einlegen.

Das ESAF 2016 war Ihr letztes Kranzfest. Wie sehr freuen Sie sich auf das Zuger Kantonalfest am 5. Mai?
Pirmin Reichmuth: Ich bin extrem kribbelig und voller Vorfreude. Es fühlt sich auch anders an als vor drei Jahren beim Comeback. Ich lasse mich nicht unter Druck setzen.

Druck ist ein gutes Thema. Obschon Sie solange fehlten, taucht Ihr Name immer wieder als ESAF-Geheimfavorit auf. Wie gehen Sie damit um?
Pirmin Reichmuth: Das ist für mich ein schönes Gefühl, dass man mir so viel zutraut, obschon ich länger nicht mehr im Einsatz gestanden bin. Und es motiviert natürlich auch täglich am Ziel ESAF zu arbeiten.

Mal ausgenommen von der Fingerverletzung hatten Sie eine erfolgreiche Vorbereitungsphase. Wie haben Sie diese schwingerisch verbracht?
Pirmin Reichmuth: Körperlich bin ich sicher auf gutem Weg. Beim Schwingen habe ich aber gespürt, dass noch Potenzial vorhanden ist. Darum versuchte ich jede Woche drei Mal im Schwingkeller zu trainieren. Das ist mir auch ziemlich gut gelungen mit den Trainings in Einsiedeln, in Cham und mit einer Trainingsgruppe mit diversen Schwingern. Hie und da gab es auch einen Zusammenzug vom ISV. Zudem ist bei mir ein Druck weggefallen, weil ich bereits im Herbst 2018 drei Regionalfeste bestreiten konnte. Wettkämpfe sind immer ein tolles Training, darum versuche ich auch so viele Schwingfeste wie möglich zu bestreiten.

Wir haben schon vom ESAF gesprochen. Die Umstände für Sie als Zuger sind ja 2019 sehr speziell. Haben Sie das Fest schon vor Augen?
Pirmin Reichmuth: Bei mir ist das Eidgenössische in Zug sehr präsent. Das muss aus meiner Sicht auch so sein, denn es ist sehr schnell August. Ich habe mir meine Ziele schon gesetzt und werde alles dafür tun, diese auch zu erreichen.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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