Schwinger der Woche: Interview Reichmuth

Mit sechs Siegen hat Pirmin Reichmuth am Zuger Kantonalschwingfest seinen ersten Kranzfestsieg gefeiert und wurde vom SCHLUSSGANG zum Schwinger der Woche ernannt. Jetzt das Interview mit dem Sennenschwinger.
Pirmin Reichmut (rechts) bei seinem Sieg im ersten Gang gegen Andi Imhof. (Foto: Tobias Meyer)

Pirmin Reichmuth, wie bilanzieren Sie den Zuger Ehrentag 2019?
Pirmin Reichmuth: Mit dem Tagessieg hätte ich nicht gerechnet, vor allem nicht auf diese Art und Weise. Noch Tage zuvor hatte ich mit Magen-Darm-Grippe zu kämpfen und war in erster Linie froh, dass ich antreten konnte.

Wie sind Sie in den Schlussgang gegen Marcel Bieri gegangen?
Reichmuth: Ich schwinge nicht gegen Marcel Bieri, weil wir uns natürlich aus den gemeinsamen Trainings sehr gut kennen. Aber natürlich war mir die Ausgangslage klar und ich habe auch ein bisschen mit dem Gestellten spekuliert, ohne dabei aber die Chance nicht zu nutzen, wenn sie sich bietet. Ich wollte einfach nichts ins offene Messer laufen.

Der Siegesschwung war sehr spektakulär. Ist das ihr neuer Schwung?
Reichmuth: Man versucht sich ja stetig zu verbessern. Den Schwung habe ich Mike Müllestein abgeschaut. Es ist natürlich für den Gegner überraschend wenn man eine solche Kombination anwendet.

Ihr erster Kranzfestsieg ist speziell, auch wenn man ein paar Monate zurückblickt.
Reichmuth: Das ist richtig. Vor einem Jahr war noch nicht einmal klar, ob ich je wieder Schwingen kann. Deshalb haben die letzten Monate sicherlich gut getan. Es war eine gute Entscheidung 2018 noch an den Herbstfesten in den Wettkampf zurückzukehren.

Nach dem Schlussgang hatten sie Tränen in den Augen. Wie haben Sie den Sieg gefeiert?
Reichmuth: Es war sicherlich sehr emotional. Wie schon gesagt die Art und Weise heute hat mich wegen der Vorgeschichte schon etwas überrascht. Bezüglich den Feierlichkeiten habe ich es genommen wie es gekommen ist. Zu Hause zu gewinnen ist natürlich doppelt schön.

Ein weiterer Gegner war das Wetter. Wie ging das?
Reichmuth: Man muss sich drauf einstellen. Ich habe damit gerechnet, dass ich nasse Schuhe und nasse Kleider habe. Und am Ende geht es ja jedem genau gleich.

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