Schwinger der Woche: Interview Roger Erb

Der 24-jährige Solothurner Roger Erb, der für den Baselbieter Schwingklub Oberwil aktiv ist, war längst fällig für den ersten Kranzfestsieg. Jetzt hat der Metzerler zugeschlagen. Mit einem Blitzsieg im Schlussgang gegen Bruno Gisler gewann der Landwirt das Basellandschaftliche Kantonale in Lausen.
Der Baselbieter Kantonalfestsieger Roger Erb auf den Schultern von Janic Voggensberger (links) und Remo Kocher. (Foto: wr)

Endlich der erste Kranzfestsieg: Herzliche Gratulation. Was sagen Sie dazu?
Roger Erb: Herzlichen Dank. Das ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl.

Dieser Sieg zum jetzigen Zeitpunkt gegen diesen Gegner kommt doch etwas überraschend.
Erb: Dieses Ziel habe ich mir Anfang Saison vorgenommen. In Lausen wollte ich meinen ersten Kranzfestsieg erobern.

Mit welcher Taktk gingen Sie in den Schlussgang gegen Bruno Gisler?
Erb: Ich hatte ein klares Konzept im Kopf. Auf keinen Fall wollte ich auf einen Gestellten hinausgehen.

Warum denn nicht? Ein Gestellter mit gleicher Note wie Gisler hätte zum 1a-Sieg und damit zum Gewinn des Munis "Brian" gereicht.
Erb: Ich fehlte vor einer Woche auf dem Stoos infolge einer Grippe. Noch bin ich verschnupft. Meine Kondition hätte nicht für 12 Minuten gereicht.

Hatten Sie diesen blitzschnellen Fussstich so im Kopf?
Erb: Nein. Zuerst versuchte ich einen inneren Haken, den Bruno abwehrte. Dann wechselte ich zu diesem Fussstich.

Wie geht es jetzt weiter für Sie?
Erb: Zuerst einmal will ich einmal gesund bleiben und dann in Estavayer mein zweites grosses Saisonziel, den eidgenössischen Kranz anstreben. Da muss dann wieder alles zusammenpassen.

Wieso hats bisher nicht geklappt?
Erb: Der eidgenössische Kranz ist schon lange mein Ziel. Da kamen aber viele kleine und grosse Verletzungen dazwischen. Im vergangenen Winter konnte ich endlich einmal beschwerdefrei trainieren. Meine Saisonvorbereitung war ideal.

 

 

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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