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Schwinger der Woche: Interview Schuler

Der aktuelle Schwinger der Woche heisst Christian Schuler. Für den Schwyzer war das Kantonale in Ibach in doppelter Hinsicht ein spezielles Fest. Einerseits gewann er im Talkessel von Schwyzer seinen 100. Kranz. Gleichzeitig sicherte er sich auch den Tagessieg mit sechs gewonnenen Gängen.
Christian Schuler (oben) gegen Andreas Odermatt. Auch der Nidwaldner konnte den Siegeszug des Einsiedlers in Ibach nicht stoppen. Bild: Tobias Meyer.

Christian Schuler, herzliche Gratulation zum 100. Kranz, welchen sie am Schwyzer Kantonalschwingfest in Ibach gewannen. Wurde dies im Anschluss noch gefeiert?
Christian Schuler: Danke vielmals. Ja der vergangene Sonntag war ein ganz spezieller Tag für mich. In Anwesenheit meiner Familie durfte ich den 100. Kranz in meiner Laufbahn erschwingen. Zugleich erkämpfte sich auch mein Bruder Philipp den Kranz. Dies haben wir im Anschluss noch genossen. Im Beisein meiner Eltern, der Familie und den Kameraden vom Schwingklub Einsiedeln feierten wir diesen Erfolg in der Beaver Creek Ranch in Rothenthurm.

Hat sie diese spezielle Kranz tagsüber währenden den Gängen beschäftigt?
Schuler: Nein. Ich nahm Gang um Gang und blieb immer fokussiert. Auch nach dem 4. Gang, als ich dem Kranz schon sehr nahe stand und ebenfalls nach dem fünften Sieg, wo mein Fokus bereits auf den Schlussgang ausgerichtet war.

Was bedeutet ihnen die Marke von 100 Kränzen?
Schuler: Es ist der Lohn harter Trainingseinheiten und zeigt auf, dass man über viele Jahre konstante Leistungen erbracht hat.

An den ersten Kranz, erinnern sie sich noch?
Schuler: Ja sehr gut sogar. Dies war am Schwyzer Kantonalen 2004 in Pfäffikon. Dass ich nun dem illustren Kreis des 100er Klubs beigetreten bin, ist ein sehr spezieller Moment. Rückblickend muss ich sagen, dass die Zeit zwischen dem ersten und 100. Kranz sehr schnell verflossen ist.

Befasst man sich im Vorfeld, wenn man beim 80. oder 90. Kranz ankommt mit dem Gewinn des 100. Kranzes.
Schuler: Voraussetzung für solche Ziele überhaupt zu erlangen ist, dass wir unseren Sport wieder ausüben dürfen. Ich stand zu Saisonbeginn bei 96 Kränzen. Das ist es voraussehbar, dass es eine Frage der Zeit sein wird, bis man an der 100er Marke kratzt. Trotzdem hat es mich nicht allzusehr beschäftigt. Mit dem Gewinn des 99. Eichenlaubes wird einem schon bewusst, dass der nächste der 100. sein wird.  

Ihr Jubiläum feierten sie nicht irgendwo, sondern ausgerechnet am eigenen Kantonalen. War das so geplant?
Schuler Nein. Die Corona-Auswirkungen warfen alles über den Haufen. Eigentlich beginnen die Kranzfeste mit den Kantonalen (in der Regel dem Zuger und Schwyzer als Erstes) und dann hätte ich ihn nicht am Schwyzer realisieren können. Nun aber ging es für mit dem Stoos, Innerschweizer und Südwestschweizerischen los. Theoretisch sah es dann schon danach aus, dass es am Schwyzer soweit sein könnte, doch dazu musste ich an allen vorgängigen Anlässen auch den Kranz erschwingen.

Ihr letztes Schwyzer Triumph liegt schon zehn Jahre zurück. Erinnern sie sich noch an die ersten beiden Schwyzer Siege?
Schuler: Ja, sehr gut. 2008 und 2009 verlor ich jeweils den Schlussgang. 2010 und 2011 konnte ich es dann besser machen und verlies als Sieger vom Platz. Es war eine Zeit, als der Kanton Schwyz an der Spitze ausserordentlich stark war. Von der damaligen Zeit mit Martin Grab, Andreas Ulrich oder Adi und Philipp Laimbacher bin ich der einzige Verbleibende. Die Zeiten haben sich in dieser Zeit verändert, man tritt auf andere Gegner.

Ist mit dem 100. Kranz gleichzeitig auch der Rücktritt ein Thema?
Schuler: Nein, die Freude am Zweikampf ist nach wie vor gross.

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Jakob Heer

Redaktion

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