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Schwinger der Woche: Interview Zimmermann

Mit dem Niwaldner Martin Zimmermann ist ein weiterer Eidgenosse zurückgetreten. Der Sennenschwinger blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück. Zum Abschluss seiner Laufbahn wurde er zum Schwinger der Woche ernannt und heute folgt das Interview dazu.
Martin Zimmermann ist der aktuelle Schwinger der Woche. (Foto: Tobias Meyer)

Martin Zimmermann, vergangenes Wochenende erklärten Sie den Rücktritt. Wann ist dieser Entscheid gereift?
Martin Zimmernann: Der Entscheid zum Rücktritt hat sich bei mir über Monate entwickelt. Ich habe mich schwer getan mit der Entscheidung, aber am Ende kam der Entschluss zum Rücktritt aufgrund der ganzen Situation mit Familie, dem eigenen Betrieb, der Weiterbildung und auch wegen Corona. Ich konnte den Aufwand, den für die Erfüllung meiner Ziele notwendig wäre, nicht mehr betreiben. So kam es zum Entscheid.

War auch im Kopf vor Publikum abzutreten?
Zimmernann: Das war ein Thema, ich habe mir Gedanken dazu gemacht. Vor dem Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest am 22. August war ich mir aber noch nicht ganz schlüssig bezüglich Rücktritt. Ich habe mir auch überlegt, ob ich 2022 im Frühjahr an einem Schwingfest zurücktreten möchte, aber habe dies verworfen. Es wäre zeitlich nicht möglich gewesen mich optimal darauf vorzubereiten. Und nur ein letztes Schwingfest zu bestreiten, damit eines gemacht ist, ist nicht mein Ding.

Sie blicken auf eine tolle Laufbahn zurück. Gibt es Momente die besonders in Erinnerung bleiben?
Zimmernann: Wenn ich zurückschaue, konnte ich mich immer wieder selber toppen. Das hat mit dem ersten Sieg beim Nachwuchs angefangen und ging mit dem Sieg am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag weiter. Auch bei den Aktiven folgten der erste Kranzgewinn, der erste Teilverbandskranz, der Sieg am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest und zuletzt der Kranz am Eidgenössischen Schwingfest. Der ESAF-Kranz, aber auch der Sieg am Kantonalen bedeuten mir sehr viel. Gerade beim ESAF-Kranz kann man es nicht erahnen, was in einem abgeht, wenn man es nicht selbst erleben darf.

Der Schwingsport ist seit über 20 Jahren ein treuer Begleiter von Ihnen. Was bedeutet Ihnen das?
Zimmernann: Der Schwingsport ist eine Lebensschule und vor allem das Zusammensein behagt mir sehr. Es wird einander geholfen und unterstützt. Ich mache ein Beispiel: Gilt es einen Anlass zu organisieren, wie zum Beispiel unseren Getränktestand der Schwingersektion Nidwalden an der Fasnacht, macht man ein paar Telefonate und alles funktioniert reibungslos. Ich glaube, das ist etwas, was den Schwingsport vom sonstigen Vereinsleben abhebt. Der Schwingsport hat mich auch in der Jugend geprägt und zudem bin ich ein Brauchtumstyp.

Werden Sie dem Schwingsport erhalten bleiben?
Zimmernann: Im Moment entwickle ich mich beruflich mit einer Schule weiter. In der nächsten Zeit werde ich mich darum etwas zurückziehen, was auch der Grund für den sportlichen Rücktritt ist. Ich werden aber wie bisher hie und da im Nachwuchstraining bei unserer Sektion mithelfen, zumal mein Sohn auch mit dem Schwingsport begonnen hat. Aber auch bei den Aktiven werde ich das eine oder andere Mal vorbeischauen. Um Tipps zu geben, bin ich jederzeit bereit. Früher oder später könnte ich mir dann durchaus ein Funktionärsamt in der Sektion vorstellen.

Im Artikel erwähnt: 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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