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Schwinger der Woche: Interview Zurfluh

Der aktuelle Schwinger der Woche ist der Luzerner Schwinger und Ringer Roman Zurfluh. Wie er die beiden Sportarten erlebt, erzählt er im Interview.
Der Schwinger der Woche, Roman Zurfluh (oben), im Ringereinsatz gegen Michi Jauch. (Foto: Wolfgang Rytz)

Roman Zurfluh, Sie sind sowohl Ringer wie auch Schwinger. Wo liegt der Fokus?
Roman Zurfluh: Das werde ich häufiger gefragt. Für mich sind die beiden Sportarten gleichwertig. Ich habe als Schwinger angefangen und bin dann zum Ringen gestossen.

Wie handhaben Sie das Training für beide Sportarten?
Zurfluh: Seit einigen Jahren trainiere ich das ganze Jahr auf der Ringermatte. Im Winter natürlich häufiger, im Sommer ein Mal pro Woche. Ich betreibe den Ringsport sehr gerne und das Training hilft mir auch im Schwingen, vor allem in der Athletik. Im Sommer steht aber klar der Schwingsport mit den Wettkämpfen und Trainings im Vordergrund.

Als Ringer sind Sie vor allem im Mannschaftsringen zu verfolgen. Wieso?
Zurfluh: Die Einzelmeisterschaften der Ringer sind jeweils Mitten in der Schwingersaison, daher steht für mich die Mannschaftsmeisterschaft im Vordergrund. Es ist sehr schön gemeinsam mit einem Team zu arbeiten. Man geht geschlossen als Mannschaft. Wenn der persönliche Einzelkampf nicht gut läuft, aber das Team trotzdem gewinnt, freut man sich mit der Mannschaft mit. Umgekehrt ist genau gleich.

Im Schwingen zählen nur die Einzelresultate ...
Zurfluh: ... Natürlich tritt man sportlich nicht als Mannschaft an, aber der Schwingsport ist für mich trotzdem ein Teamsport. Ob im Klub, Kanton oder Teilverband, man unterstützt sich gegenseitig und hofft immer, dass der Teamkollege sich gut klassiert.

Sie sind also eher ein Mannschafts- denn ein Einzelsportler?
Zurfluh: Ja, ich würde mich als Mannschaftssportler bezeichnen. Der Teamgedanke fasziniert mich.

Wie bilanzieren Sie Ihre bisherige Ringersaison?
Zurfluh: Als Mannschaft (Ringerstaffel Freiamt) sind wir im Fahrplan. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir wieder in den Final vorstossen können. Für mich persönlich war es ein etwas harziger Start, weil ich mich am Rigi-Schwinget verletzt habe, die Schwingsaison abbrechen musste und so etwas Trainingsrückstand aufwies. Die ersten beiden Duelle habe ich verloren, danach vier Mal gewonnen. Insgesamt bin ich zufrieden, die Formkurve passt.

Noch ein Blick in die Zukunft. 2022 steht ein grosser Anlass bei den Schwingern auf dem Progrmam. Wo liegt da Ihr Fokus?
Zurfluh: Ja, das Eidgenössische Schwingfest ist natürlich ein grosses Ziel. Ich habe 2019 in Zug um den Kranzgewinn gestellt, daher ist klar, dass ich mich nochmals verbessern möchte. Bis Ende Dezember steht Ringen im Vordergrund, dann gibt es ein wenig Pause und danach widme ich mich vollumfänglich dem Schwingsport.

Und Ringen? Werden Sie auch 2022 mit dabei sein?
Zurfluh: Voraussichtlich ja, dank dem wir in den höheren Gewichtsklassen wieder bereiter besetz sind, bekomme ich am einen oder anderen Wettkampftag in der Mannschaftsmeisterschaft auch mal eine Pause.

Im Artikel erwähnt: 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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