Schwinger der Woche: Inti Aeschbacher

Der Auftakt in die Gauverbandssaison im Kanton Bern endete mit einem Überraschungssieg des Emmentalers Matthias Aeschbacher. Der Aussenseiter besiegte im Schlussgang den einheimischen Simon Anderegg. Nun freut sich Aeschbacher auf sein "Heinspiel", das Emmentalische Schwingfest.
Der 23-jährige Matthias Aeschbacher feierte in Boltigen seinen grössten Erfolg in seiner bisherigen Laufbahn. (Bild: Rolf Eicher)

Matthias Aeschbacher, haben Sie am Morgen als Sie an das Schwingfest reisten Gedanken darüber verloren heute zu Gewinnen?
Matthias Aeschbacher: Nein daran dachte ich überhaupt nicht. Schliesslich waren elf Eidgenossen, wovon zwei Schwingerkönige, am Start.

Sie sind der gefeierte Sieger des ersten Gauverbandfestes und haben zwei Schwingerkönige hinter sich gelassen?
Aeschbacher: Das ist ein wunderschönes Gefühl, unbeschreiblich. Ich muss aber auch eingestehen, dass ich das Glück hatte, nicht gegen einen der beiden im Schlussgang antreten zu müssen. Sonst wäre es womöglich anders herausgekommen.

Wann spürten Sie, dass es für ganz nach vorne reichen könnte?
Aeschbacher: Nach dem Sieg im dritten Gang über Beat Wampfler  spürte ich, dass es heute für weit nach vorne reichen könnte. Als Halbzeitführender unterlag ich im vierten Gang Kilian Wenger, womit es zum grossen Zusammenschluss kam. Mit einer Zehn reichte es für die Schlussgangteilnahme.

 Mit welcher Taktik sind Sie den Schlussgang angegangen?
Aeschbacher: Simon Anderegg lag mir zuvor nie. Ich wollte den ersten Angriff von Simon überstehen. Vor seinen Kurz und Übersprung Angriffen hatte ich Respekt. Ich sagte mir: Sollte ich die ersten Angriffe erfolgreich parieren können, wird meine Chance kommen. Leider verletzte sich mein Gegner im Schlussgang an den Rippen, ich wünsche Simon gute und rasche Besserung.

Wie hoch stufen Sie ihren Erfolg ein?
Aeschbacher: Man muss immer an seine Chance glauben, egal wer der Gegner ist. Was ich in Boltigen wirklich erreicht habe, das realisiert man erst ein paar Tage nach dem Fest. Ein Gauverbandsfest zu gewinnen ist für einen Berner Schwinger etwas vom Grössten.

Nächsten Sonntag steht bereits das eigene Gauverbandsfest, das Emmentalische in Langau, bevor?
Aeschbacher: Der Sieg vom Oberländischen nehme ich gerne mit und gibt mir viel Motivation für die weiteren Feste. Ich freue mich auf das Heimfest, das Emmentalische, am 17. Mai im Eisstadion in Langnau und möchte dort wieder eine gute Leistung zeigen. 

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