Schwinger der Woche: Inti Mario Thürig

Dank seines grandiosen Comebacks nach 14 Monaten Verletzungspause ist Mario Thürig zum Schwinger der Woche ernannt worden. Der Aargauer Eidgenosse zeigt sich im Interview glücklich über die gelungene Rückkehr auf die Sägemehlringe.
Mario Thürig auf den Schultern seines Schlussganggegners Patrick Räbmatter nach seinem Sieg am Solothurner Kantonalfest. (Foto: Pascale Alpiger)

Mario Thürig, Sie sind mit einem Paukenschlag zurückgekehrt. Wann erfolgte der Entschluss zum Comeback?
Mario Thürig: Der Entscheid erfolgte erst am Freitagmorgen vor dem Solothurner Kantonalfest. Ich habe das Donnerstagstraining noch abgewartet und dann entschieden. Die Rückkehr zum Aargauer Kantonalfest, meinem Heimfest, war das klare Ziel. Dass es nun schon vorher klappte, ist natürlich erfreulich. Nie zur Diskussion stand ein früherer Einstieg wie zum Beispiel am Baselstädtischen anfangs Mai.

Am Sonntag führt Ihr Schwingklub Lenzburg das Aargauer Kantonalfest durch. Sind die Erwartungen in Ihrem Umfeld nun gestiegen?
Thürig: Druck macht man sich meistens selber, von einem gestiegenen Druck von aussen spüre ich aber nichts. Ich sehe das eigentlich eher positiv. Es gibt viel Mumm, wenn man gleich mit einem Kranzfestsieg wieder zurückkehrt. Überbewerten werde ich diesen Sieg aber sicherlich nicht. Auch in Lenzburg gehe ich mit dem Ziel Kranzgewinn in den Wettkampf und möchte nur von Gang zu Gang schauen.

Wie lange trainieren Sie schon wieder im Sägemehl?
Thürig: Die Schwingtrainings starteten erst im März. Zuerst trainierte ich sechs Wochen nur Technik. Erst Mitte April praktizierte ich im Training wieder freies Schwingen.

Ist das Vertrauen in den Körper schon wieder zurück?
Thürig: Der erste Eindruck war natürlich super, aber ich bin mir bewusst, dass es nicht immer so läuft wie am Solothurner Kantonalfest. Die nächsten Schwingfeste sind sicherlich sehr wichtig, damit das Vertrauen endgültig zurückkommt. Während dieser Zeit sind solide Leistungen und natürlich die Kranzgewinne meine Ziele.

Sie haben bereits vier ESAF-Kränze. Mit welchem Ziel reisen Sie im August nach Estavayer?
Thürig: Das Hauptziel bleibt der Kranzgewinn. Ich würde mich über einen fünften Kranzgewinn natürlich sehr freuen, zumal viel zusammenpassen muss, dass es zum Kranzgewinn reicht. Alles weitere nehme ich gerne an, bin mir aber bewusst, dass die Vorgeschichte mit dieser langen Pause nicht optimal ist.

Haben Sie sich schon Gedanken über die Zukunft nach Estavayer2016 gemacht?
Thürig: Eigentlich nicht. Ich will dieses Jahr sauber zu Ende bringen und dann werde ich von Saison zu Saison schauen. Wenn es die Gesundheit aber zulässt, kann es schon sein, dass ich auch 2019 in Zug noch schwinge. Eines weiss ich aber schon jetzt: 2022 wenn das nächste ESAF in der Nordwestschweiz stattfindet, bin sicherlich Zuschauer.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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