Schwinger der Woche: Martin Koch

Der heute, 28. September, 30 Jahre alt werdende Martin Koch. Der zweifache Eidgenosse, 53-fache Kranzer und dreifache Kranzfestsieger trat am vergangenen Sonntag mit dem Festsieg am Schachen-Schwinget zurück. Zum Abschluss seiner Laufbahn wurde er zum Schwinger der Woche gewählt. Heute folgt das Interview.
Martin Koch (oben) bei seinem letzten Schwingfest der Laufbahn in Schachen im Duell mit Heinz Habegger.

Martin Koch, wie haben Sie ihr letztes Fest erlebt?
Martin Koch: Für mich persönlich war es natürlich eine tolle Sache. Was gibt es schöneres als mit einem Festsieg abzutreten?

Wie haben Sie die Unterstützung in Schachen erlebt?
Koch: Ich habe grosse Freude, dass so viele Surentaler Klubkollegen den Weg zu meinem letzten Schwingfest auf sich genommen haben. Die Gratulationswünsche nach dem Schlussgang waren überwältigend.

Entschädigt dies auch für die vielen Stunden im Training?
Koch: Auf jeden Fall. Ich habe neben meiner beruflichen Tätigkeit sehr viel Zeit in den Schwingsport investiert. Da ist es sehr schön, wenn ich in dieser Form Rückmeldung von meinen Kollegen erhalte.

Wie gingen Sie in ihren letzten Wettkampf?
Koch: In erster Linie wollte ich den letzten Wettkampf geniessen, was mir sicherlich gut gelungen ist. Aber auch sportlich sollte der Wettkampf für mich persönlich passen. Dass es gleich der Festsieg wurde, freut mich natürlich sehr.

Der Frust vom Eidgenössischen ist damit vergessen?
Koch: Damit habe ich mich schon länger abgefunden, das ESAF ist für mich abgeschlossen. Klar hätte ich gerne am Eidgenössischen nochmals den Kranz gewonnen, doch es hat nicht sollen sein. Mit meiner Leistung in Burgdorf bin ich aber zufrieden.

Blicken Sie kurz auf ihre letzte Saison zurück.
Koch: Nach der internen Bekanntgabe meines Rücktritts per Ende Saison, bin ich im Frühling gut gestartet. Je näher die entscheidenden Feste rückten, desto besser ging es. Am Innerschweizerischen und am Südwestschweizerischen stand ich im Schlussgang, besonders erfreulich war natürlich auch der zweite Rang beim Brünig-Schwinget.

Welches war ihr Laufbahn-Höhepunkt?
Koch: Ich habe viel erlebt in den letzten Jahren. Besonders in Erinnerung bleiben sicherlich die Erfolge an den Kranzfesten, vor allem der Sieg 2009 auf dem Weissenstein, wo ich nach fünf Gängen bereits als Festsieger feststand.

Bleiben Sie dem Schwingsport erhalten?
Koch: Ja. Ich werde weiterhin als Technischer Leiter meine Klubkollegen beim Schwingklub Surental unterstützen.

Im Artikel erwähnt: 

Kommentare