Schwinger der Woche: Matthias Sempach

Der Oberaargauer Matthias Sempach hat beim eigenen Gauverbandsfest am Pfingstsamstag in Aarwangen einen Start-Ziel-Sieg herausgeschunden. Für den SCHLUSSGANG Grund, den Alchenstorfer zum Schwinger der Woche zu küren. Im Interview erklärt Sempach, dass ein Heimsieg für ihn noch immer etwas spezielles darstellt.
Matthias Sempach (vorne) erlangte in Aarwangen wieder seine Bestform.

Matthias Sempach, am Emmentalischen Schwingfest in Trub handelten Sie sich drei Gestellte ein, eine Woche später am Oberaargauischen in Aarwangen dominierten Sie mit sechs Siegen. Woran lag es?
Matthias Sempach: Ich denke, dass anhand der breiten Qualität innerhalb des Berner Kaders die Tagesform entscheidend ist. Ohne Topleistung gibt es auch keinen Tagessieg.

An den zugeteilten Gegnern lag es nicht?
Sempach: Nein, in Trub zeigte ich nicht meine beste Leistung, so setzt es schnell mal einen Gestellten ab. Das zeigt auch, dass im Berner Lager die Mittelschwinger nahe dran an der Spitze sind.


Für Ihren Bruder Stefan ist in Trub die Saison mit einer Knieverletzung zu Ende gegangen. Dies hat Sie sicherlich auch mitgenommen?
Sempach: Dies hatte auch einen leichten Einfluss auf meine durchzogene Leistung in Trub. Es ist ja klar, dass man in einem solchen Fall als Bruder mitleidet.

Ein Sieg am eigenen Gauverbandsfest, daheim im Oberaargau, ist für Sie immer noch etwas Spezielles?
Sempach: Ja natürlich, hier kennen einen viele Festbesucher. Der Anlass war super organisiert und zu allem machte auch noch das Wetter am Pfingstsamstag mit. Natürlich ist auch ein auswärtiger Gauverbandssieg immer schön.


Bei Ihren sechs Siegen in Aarwangen legten Sie im zweiten Gang auch Schwingerkönig Kilian Wenger auf den Rücken.
Sempach: Wir beide kennen uns natürlich mittlerweile sehr gut. Bei Direktbegegnungen zwischen uns wird offensiv geschwungen, zu 90 Prozent fällt eine Entscheidung. Diesmal war ich der Glücklichere.

Das Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf rückt immer näher. Verspüren Sie den vermehrten Medienrummel und können Sie dies alles gut bewältigen?
Sempach: Der Rummel nimmt tatsächlich stetig zu, man merkt, dass es in drei Monaten soweit ist. Nebst den üblichen grossen Medien kommen in letzter Zeit vermehrt kleinere Medien aus der Region dazu, die ein Interview mit mir wollen. Man spürt, dass das Fest in der Region stattfindet. Es ist doch schön, wenn die ganze Region ein Kribbeln auf den Grossanlass verspürt.  

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