Schwinger des Monats Juni: Inti Fabian Marti

Der 31-jährige Luzerner Fabian Marti hat sich bei der Wahl zum Schwinger des Monats gegen vier Konkurrenten durchgesetzt. Am vergangenen Sonntag verpasste er den Kranzgewinn am Innerschweizerischen knapp.
Fabian Marti (rechts, gegen Philipp Laimbacher), am Luzerner Kantonalfest in Ruswil, wo er am 1. Juni seinen grössten Erfolg seiner Laufbahn feierte (Foto: Tobias Meyer).

 

Fabian Marti, inwiefern hat sich Ihre Situation auf den Schwingplätzen nach dem Sieg am Luzerner Kantonalfest verändert?
Fabian Marti: Durch meinen Erfolg stellen sich die meisten Gegner anders ein und wählen ein defensivere Taktik. Gegen einen Kantonalfestsieger einen Gestellten herauszuholen ist für manche bereits ein Erfolg. Auch wird man als Kranzfestsieger anders eingeteilt. Es ist härter geworden, der Druck wird grösser, daran musste ich mich erst gewöhnen.  

Werden Sie noch immer angesprochen auf Ihren Sieg in Ruswil?
Marti: Ja, es gibt immer wieder spontane Gratulationen, die ich bekomme. Die Leute haben freude ob meinem Erfolg. Durch meinen Sieg kennt man mich vermehrt in der Schwingerszene.

Eine Woche nach Ihrem grossartigen Sieg folgte gleich der Stoos-Schwinget. Dabei standen Sie gar Schwingerkönig Matthias Sempach gegenüber?
Marti: Richtig, ich konnte gut mit ihm schwingen und war einmal einer Überraschung nahe. Am Schluss setzte sich Matthias Sempach durch.

Der Schwarzenberg-Schwinget vom 15. Juni, ein besonderes Fest für Sie?
Marti: Selbstverständlich, dies ist mein Heimanlass. Hier oben kennt mich jeder. Man wird immer wird auf den Erfolg von Ruswil angesprochen. Eigentlich lief es mir ganz ordentlich. Um die Schlussgang-Teilnahme musste ich den jungen Joel Wicki den Vortritt gewähren.

Am Innerschweizerischen verpassten Sie ihr angestrebtes Ziel?
Marti: Leider verlor ich den alles entscheidenden sechsten Gang. Ich wollte den mir noch fehlende Teilverbands-Kranz mit aller Vehemenz und lief dabei meinem Gegner, Marcel Bieri, ins offene Messer. Schade, die Chancen wären vorhanden gewesen. Auch war ich ungewohnt nervös vor diesem Gang. 

Wie beurteilen sie Ihre Resultate seit dem Luzerner Festsieg?
Marti: Eigentlich bin ich mit meinen Resultaten zufrieden. Manchmal fehlte der letzte Zwick. Nach einem guten Wettkampf, vergab ich eine gute Platzierung meistens im letzten Gang durch ein Unentschieden oder eine nicht zwingende Niederlage.

Am Kilchberger-Schwinget stehen dem Luzerner Verband in der Regel vier Startplätze zu. Ist dies ein Thema für Sie?
Marti: Ich habe noch nichts gehört und warte auf den Bescheid der Technischen Kommisson. Sollte ich qualifizerit werden, würde ich mich natürlich nochmals voll ins Zeug legen.

Wie geht es mit Fabian Marti schwingerisch weiter?
Marti: Ich werde noch einige Regionalfest bestreiten. Möglich, dass ich auf dem Brünig noch für einen anderen Schwinger einspringen muss. Dies wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Ob ich Ende Saison aufhöre, oder noch ein Jahr anhänge, muss ich mit meiner Frau besprechen. Da wir diese Woche noch Nachwuchs erwarten, wird sich in meinem Leben sowieso eine neue Situation ergeben.

 

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