Andi Imhof (Teil 4): Interview zum Abschluss

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder. Derzeit ist Andi Imhof an der Reihe. Heute folgt Teil 4, das Interview zum Abschluss der Serie mit Imhof. Nächste Woche folgt ein neuer Schwinger.
Andi Imhof (hinten, gegen Martin Grab) bei seinem grössten Triumph, dem Sieg am Innerschweizer Teilverbandsfest in Seedorf. (Bild: Rolf Eicher)

In der Schwingerwoche wird von November 2015 bis Februar 2016 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Christian Stucki, dem Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung 2015. In der Woche Woche vom 2. bis 6. November ist die Serie Andi Imhof gewidmet.

Andi Imhof, nachdem Sie 2014 im Juli ihr vorzeitiges Saisonende bekanntgeben mussten, gelang Ihnen im Mai 2015 ein erfolgreiches Comeback.


Andi Imhof: Ohne grossen Vorbereitungen bestritt ich am Ob- und Nidwaldner Kantonalen mein erstes Fest nach rund zehn Monaten. Dass mir gleich der Festsieg gelang kam auch für mich überraschend. In Sachseln ist alles aufgegangen, so dass ich trotz eines gestellten Schlussganges Rang 1a belegte.
 


Am 5. Juli folgte ein ganz besonders Fest für Sie.
 

Imhof: Sie sprechen das Innerschweizer in Seedorf an. Dieses Fest organisierte unser Klub, ich war die ganze Woche vor dem Anlass auf dem Festgelände anzutreffen. Zudem arbeite ich ganz in der Nähe, in der Woche vor dem Fest als man sah wie die Arena entsteht, das war schon ein spezielles Gefühl. Dass die Hoffnungen der Urner in erster Linie auf meinen Schultern ruhten, das spürte ich. Die Anspannung war anders, als an anderen Anlässen

 

War dies Ihr grösster Sieg Ihrer gesamten Laufbahn?
Imhof: Dieses Fest zu gewinnen ist für jeden Schwinger und einen Innerschweizer Schwinger im Besonderen etwas vom Grössten. Es ist immer schwer abzuschätzen, welcher Sieg nun der bedeutendste ist, doch vor heimischer Kulisse ein derartig grosses Fest zu gewinnen, das war tatsächlich mein schönster Sieg.

Dass heisst auch, Sie haben Ihre Saisonziele erreicht?
Imhof: Mit zwei Kranzfestsiegen und sechs Kränzen bin ich sehr zufrieden und bezeichne sie als eine der Erfolgreichsten. Auf dem Brünig hatte ich einen Ausrutscher - schade, das dies ausgerechnet bei einem solchen Klassiker geschah.  

Haben Sie die Planung für die nächste Saison schon gemacht?
Imhof: Das grosse Ziel ist natürlich das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer. Ich will mit dem Innerschweizer Team eine gute Leistung zeigen und die favorisierten Berner herausfordern. Die übrige Saisonplanung ist noch nicht erstellt. Unser Schwingklub hat eine Einladung fürs Glarner-Bündner Jubiläumsschwingfest in Glarus erhalten. Wird dies vom Zentralvorstand des ESV genehmigt, strebe ich dort den Kranz an. Den, der fehlt mir noch.

Zuschauerfrage von Facebook-User Koni Schelbert, Muotathal: haben Sie als Mann der grossen Feste Nerven wie Stahlseile, oder haben Sie einen besonderen Trick auf Lager, den Sie uns verraten?
Imhof: Bei mir entscheidet der 1. Gang viel. Starte ich erfolgreich in den Wettkampf, so komme ich in Fahrt. Die Motivation an Grossanlässen ist bei mir noch grösser als sonst, hinzu kommt, dass ich mit der Anspannung aufgrund meiner Routine gut umgehen kann. In den letzten Jahren ging dies für mich an den Grossanlässen meistens auf. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibt

Die Schwingerwoche mit Andi Imhof ist abgeschlossen. Am Sonntag, 15. November, wird auf der Facebook-Fanpage vom SCHLUSSGANG der nächste Schwinger bekanntgegeben. Mehr zu Andi Imhof gibt es auch in seinem Porträt unter www.schlussgang.ch. 

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