Andreas Ulrich (Teil 4): Interview zum Abschluss

Die beliebte Herbst- und Winterserie auf www.schlussgang.ch, SCHWINGERWOCHE, läuft wieder von November 2015 bis Februar 2016. Derzeit ist Andreas Ulrich an der Reihe. Heute folgt Teil 4.
Fokusiert: Andreas Ulrich bei seinem Heimanlass, dem Stoos-Schwinget. (Bild: Rolf Eicher)

In der Schwingerwoche wird von November 2015 bis Februar 2016 jeweils während einer Woche Berichte vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Die Serie endet nach 15 Schwingern Ende Februar mit Christian Stucki, dem Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung 2015. In der Woche vom 22. bis 27. Februar ist die Serie Andreas Ulrich gewidmet.

Andreas Ulrich, wie geht es Ihnen?
Andreas Ulrich: Danke, ich bin gesund und beschwerdefrei und freue mich auf die bevorstehende Saison im Sägemehl.

2015 warteten Sie mit grossartigen Erfolgen auf.
Ulrich: Mit der Saison 2015, in der ich drei Kranzfeste gewinnen konnte, bin ich natürlich sehr zufrieden. Hätte mir dies jemand zu Beginn des Jahres gesagt, ich hätte sofort unterschrieben. Der Sieg am Bergfest auf der Rigi steht über allen anderen Erfolgen. Ich konnte den Anlass zum zweiten Mal nach 2012 gewinnen. Doch auch der Sieg an der Auffahrt am Baselstädtischen hat einen hohen Stellenwert.

Diese Erfolge würdigte auch das Schwyzer Volk.
Ulrich: Ja. Im Bote der Urschweiz gibt es jede Woche einen Kopf der Woche, wozu ich nach meinen Rigi-Sieg erkoren wurde. Von den insgesamt 52 Auserwählten über das ganze Jahr küren die Leser/innen den Kopf des Jahres. Dass ich diese Wahl vor Schwingerkönigin Sonia Kälin gewinnen konnte ist natürlich eine grosse Ehre für mich.

Wo sieht man Andreas Ulrich 2016 im Sägemehl?
Ulrich: Nach vier regionalen Anlässen erfolgt der Kranzfestauftakt für uns Schwyzer wie üblich am Zuger Kantonalen. Anschliessend folgen das Ob- und Nidwaldner, das Schwyzer und Innerschweizerische. Nebst den beiden Bergfesten im eigenen Kanton, Rigi und Stoos, bestreite ich noch den Weissenstein-Schwinget. Im August folgt der Saisonhöhepunkt, das Eidgenössische Estavayer2016.

Ein Blick in Ihre Agenda zeigt, dass sie 2016 kein auswärtiges Teilverbandsfest bestreiten.
Ulrich: Ich bin bereits im Besitze aller Teilverbandskränze und durfte im vergangenen Jahr für unseren Verband ans Baselstädtische. Darum hatte ein auswärtiges Teilverbandsfest nicht oberste Priorität. Von meiner Saisonplanung her passen die Daten der Teilverbandsfeste auch nicht optimal. Im Innerschweizer Verband hat es viele gute Schwinger, die erst einmal oder noch gar nie als Gast für ein Teilverbandsfest berücksichtigt wurden. Sie sollen auch ihre Startgelegenheiten bekommen.      

In Ihrem Palmarès fehlt noch ein Kranz.
Ulrich: Richtig, der Weissenstein Kranz fehlt mir noch. Letztes Jahr gelang es mir den noch fehlenden Schwarzsee Kranz zu erkämpfen. Nun möchte ich auf dem Weissenstein meine Sammlung vervollständigen. Gelingt mir dies nicht, ist dies auch kein Weltuntergang. Ich kämpfte auf dem Weissenstein schon zweimal um den Kranz, beide Male ohne Erfolg.  

Schlussgang-User Koni Schelbert hat folgende Frage: Sie sind einer der beliebtesten Schwinger, in Sachen Publikumsliebling eigentlich der Nachfolger von Hanspeter Pellet. Sind es die Parallelen mit Pellet (beide nicht die grössten, technisch hervorragend ausgerüstet und meist offensiv schwingend), dass Sie in seine Fussstapfen brachte?
Ulrich: Parallelen sind sicherlich vorhanden. Als eher kleiner Schwinger erwartet man von mir Siege gegen überlegene Gegner nicht. Gelingt es mir dann, einen körperlich überlegenen Schwinger auf den Rücken zu legen, freut dies die Zuschauer. Mein unberechenbarer Schwingstil trägt sicherlich auch seines dazu bei. Meine Schwingart ist es, offensiv zu schwingen, und stets eine Entscheidung zu suchen.

Die Schwingerwoche mit Andreas Ulrich ist abgeschlossen.  Mehr zu Andreas Ulrich gibt es auch in seinem Porträt unter www.schlussgang.ch Am Sonntag, 28. Februar, gibt der SCHLUSSGANG auf seiner Facebook-Seite bekannt, wer in der kommenden Woche Thema der Schwingerwoche sein wird.

Im Artikel erwähnt: 

Kommentare