Arnold Forrer (Teil 6): Interview zum Abschluss der Woche

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Arnold Forrer. Heute: Teil 6.

Arnold Forrer, vier Kranzfestsiege 2012. Sind Sie zufrieden?
Arnold Forrer: Eigentlich schon. Es war alles in allem eine gute Saison, wobei es sicherlich einzelne Gänge und Feste gab, wo es hätte besser laufen können.

Beispielsweise auf der Rigi?
Forrer: Auf der Rigi lief einiges schief, das ist richtig. Es ist schon lange her, dass ich an einem Kranzfest alle sechs Gänge bestritten habe, aber ohne Kranz nach Hause reisen musste. Aber solche Feste helfen auch.

Wie meinen Sie das?
Forrer: Es zeigt, dass auch bei mir nicht alles einfach so rund läuft wie es vielleicht sollte. Im ersten Moment war ich sehr sauer auf mich und zum Teil auch auf meine Umgebung, aber das hat sich schnell gelegt. Für die kommenden Feste war dies ein richtiger Mahnfinger.

Sie haben aber auch sehr viele schöne Momente erlebt. Besonders eindrücklich war das andere Bergfest im Kanton Schwyz ...
Forrer: Am Stoos-Schwinget ist mir im Gegensatz zur Rigi sehr gut gelaufen. Wir Nordostschweizer haben das Fest sehr lange dominiert und so standen mit mir und Daniel Bösch auch zwei NOS-Athleten im Schlussgang. Das Glück hatte ich für einmal und setzte mich durch.

Und wie! Wieso aber mit Schlungg?
Forrer: In früheren Jahren habe ich sehr oft geschlunggt, bin aber meistens auf dem Rücken gelandet. Nun habe ich im Training wieder versucht, den Schlungg auszuprobieren. Ich musste ja etwas riskieren, denn ein Gestellter hätte uns beiden nichts gebracht.

Stark war auch der Auftritt beim ersten Kranzfest. Wie haben Sie dieses erlebt?
Forrer: Am Thurgauer Kantonalfest war es für mich sehr wichtig den ersten Gang gegen Michael Bless zu gewinnen. Als ich danach auch noch Daniel Bösch bezwingen konnte, wusste ich, dass ich gut drauf bin. Dieser Festsieg hat mir sehr viel Mumm gegeben.

Nun folgt in Burgdorf 2013 das nächste grosse Highlight. Welche Ziele verfolgen Sie?
Forrer: Nun, ich bin ja bereits Schwingerkönig, dementsprechen muss ich mich nicht unter Druck setzen. Aber natürlich ist es mein Ziel, den Königstitel zum zweiten Mal einzuheimsen.

Und danach ist Schluss?
Forrer: Das weiss ich jetzt noch nicht. Ausschliessen würde ich derzeit nichts.

Die Serie Schwingerwoche mit Arnold Forrer ist beendet. Am 26. November startet die Schwingerwoche mit einem neuen Schwinger.
 

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